Diese von Dürer in seinen Notizen zu dieser Zeichnung beschriebene Studie eines 93-jährigen Mannes wurde als Pinselzeichnung auf präpariertem Papier ausgeführt. Verschiedene Fotografien dieses Kunstwerks lassen auf unterschiedliche Papierfarben schließen, aber ein Besuch der Originalzeichnung in der Albertina in Wien bestätigt, dass es sich um eine Mischung aus Violett und Grau handelt.

Die eigenen Berührungen des Künstlers erzeugen eine auffällige Zeichnung, die weit über die Detailgenauigkeit hinausgeht, die normalerweise in einer Studienskizze zu sehen ist. Während der Vorbereitung auf das Porträt des Hl. Hieronymus, das sich heute im Museu Nacional de Arte Antiga in Lissabon, Portugal, befindet, bediente sich Dürer eines älteren Mannes aus Antwerpen, um mehrere Studienstücke anzufertigen.

Dürer verwendete weiße Erhöhungen, um Lichtelemente auf der linken Seite des Werks hervorzuheben, was dieser ehrlichen Darstellung Kontrast und Tiefe verleiht. Die rechte Seite ist etwas dunkler, sodass ein Schatten über das Motiv fallen kann. Die helleren Partien lenken den Blick besonders auf den Bart des Mannes und auch auf seine markante Nase.

Albrecht Dürer war nur einer von vielen hochqualifizierten Vertretern der Renaissance, die in verschiedenen künstlerischen Disziplinen beeindruckten. Bemerkenswerte verwandte Künstler sind Pieter Bruegel der Ältere , Peter Paul Rubens und Rembrandt , deren eigene Zeichnungen ebenfalls besonders bezaubernd und bedeutsam in ihrer gesamten Produktionsweise waren.