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Leonardo da Vincis Erfindungen

Leonardos Erfindungsentwürfe sind vor allem in Zeichnungen, Notizen und späteren Deutungen überliefert. Sie umfassen Studien zu Flug, Fall, Unterwasserarbeiten, Artillerie und mechanischer Kraft, belegen aber nicht, dass Leonardo moderne Maschinen gebaut hätte.

Dieser Überblick trennt Leonardos Handschriftenblätter und Entwürfe von späteren Rekonstruktionen und modernen Bezeichnungen. Er stellt bekannte Erfindungsthemen vor, ohne zu behaupten, Leonardo habe diese Maschinen geflogen, erprobt, eingesetzt oder als funktionsfähig nachgewiesen.

Auf einen Blick

  • SeitenthemaLeonardo da Vincis Erfindungen
  • KategorieLeonardos Erfindungsentwürfe und mechanische Studien
  • Wichtigste BelegeZeichnungen, Notizbuchblätter, spätere Museumsmodelle und institutionelle Deutungen
  • BeleggrundlageBestimmte Blätter und Museumseinträge statt eines allgemeinen Erfindermythos
  • KernthemenFlug, Abstieg, Unterwasserarbeit, Militärtechnik, Modelle und moderne Deutungen
  • Zentrale ThemenFlugmaschine, Ornithopter, Luftschraube, Fallschirm, Taucheranzug, Riesenarmbrust und Maschinengewehr
  • Vorsicht bei BelegenZeichnungen, Blätter, Entwürfe und spätere Modelle hängen zusammen, sind aber nicht austauschbar
  • Nicht behauptenDass Leonardo diese Maschinen gebaut, geflogen, erprobt, als funktionsfähig erwiesen oder eingesetzt habe
  • BildbelegeReproduktionen und Modellfotos dokumentieren spätere Sichtbarkeit, nicht Leonardos Bau funktionsfähiger Maschinen

Inhalt

  1. Zeichnungen vor Maschinen
  2. Flug: Flugmaschine und Ornithopter
  3. Die Luftschraube und die moderne Bezeichnung „Hubschrauber“
  4. Der Fallschirm: Abstieg, Handschriftenblatt und spätere Modelle
  5. Der Taucheranzug: Arbeiten unter der Wasseroberfläche
  6. Die Riesenarmbrust
  7. Maschinengewehr und mehrläufige Artillerie
  8. Spätere Modelle und öffentliche Vorstellung
  9. Welche Behauptungen zu weit gehen
  10. Warum Leonardos Erfindungen weiterhin wichtig sind

Leonardos Erfindungen entdecken

Diese Karten führen durch Handschriftenblätter, Modelle und spätere Deutungen. Sie behaupten nicht, Leonardo habe funktionsfähige moderne Maschinen gebaut, erprobt oder als funktionstüchtig erwiesen.

Flugmaschine

Ein Thema mit Blatt und Modell, das Handschriftenbelege von späterer Rekonstruktion trennt.

Ornithopter

Ein Flügelentwurf, bei dem mehrere Blatt- und Modelltraditionen getrennt bleiben.

Luftschraube oder „Hubschrauber“

Ein populärer Titel als Zugang zur Luftschraube, ohne Anspruch auf einen modernen Hubschrauber.

Fallschirm

Ein Blatt des Codex Atlanticus mit sorgfältig eingegrenzten Belegen zu späteren Modellen und Versuchen.

Taucheranzug

Ein Unterwasserentwurf, der Handschriftenblatt, späteres Modell und moderne Deutung auseinanderhält.

Riesenarmbrust

Ein großer Waffenentwurf, bei dem Blatt und Modelle verschiedene Belegarten bleiben.

Maschinengewehr

Ein populärer Titel für mehrläufige Artillerie, nicht die Behauptung einer modernen Schusswaffe.

Dreiläufige Kanone

Ein vorsichtig behandeltes Artilleriethema, getrennt von der Maschinengewehrseite.

Zeichnungen vor Maschinen

Eine quellenbasierte Betrachtung von Leonardos Erfindungen beginnt auf dem Papier. Seine Entwürfe sind hauptsächlich als Studien, Notizen und Zeichnungen erhalten, nicht als Werkstatt voller fertiger Maschinen. Spätere Museumsmodelle können sehr hilfreich sein, weil sie Zeichnungen in anschauliche Objekte übersetzen. Ein Modell ist aber eine andere Art von Beleg als ein Blatt von Leonardos eigener Hand.

Diese Unterscheidung ist wichtig, denn Leonardos Erfindungen sind besonders anfällig für Mythen. Das Foto eines Modells kann wie eine erhaltene Renaissancemaschine wirken. Ein moderner Titel kann einen Entwurf der Renaissance als direkten Vorläufer heutiger Technik erscheinen lassen. Eine einzige eindrucksvolle Bezeichnung wie „Hubschrauber“ oder „Maschinengewehr“ kann mehrere Jahrhunderte Technikgeschichte in eine irreführende Wendung pressen.

Die stärksten Belege beginnen bei genau bezeichneten Zeichnungen und Museumseinträgen. Die Flugmaschine stützt sich auf ein Modell des Museo Leonardiano und dessen Beziehung zum Manuskript B [1]. Beim Ornithopter bleibt das Modellmaterial der Science Museum Group von den Zeugnissen im Codex Atlanticus und im Kodex über den Vogelflug getrennt [3] [4]. Die Luftschraube trägt einen vertrauten modernen Titel, behandelt aber die Luftschraube und Manuskript B, f. 83v [6]. Fallschirm und Taucheranzug beziehen sich auf bestimmte Blätter des Codex Atlanticus [8] [10]. Riesenarmbrust und Maschinengewehr gehören zum militärtechnischen Bereich; ihre Referenzzeichnungen und späteren Museumsmodelle müssen unterschieden werden [12] [14].

Leonardo war kein Zauberer, der heimlich moderne Technik fertigstellte. Er war ein Gestalter, dessen Notizbücher die anhaltende Beschäftigung mit möglichen Maschinen zeigen.

Flug: Flugmaschine und Ornithopter

Leonardos Flugstudien gehören zu seinen bekanntesten Erfindungen, weil sie einen alten Menschheitstraum berühren: den Boden zu verlassen. Die Seite „Flying machine“ des Museo Leonardiano verzeichnet ein Modell mit Bezug zu Leonardos Manuskript B, f. 74v [1]. Sie trägt die Beschreibung eines Entwurfs mit schlagenden Flügeln, einer Plattform für den Piloten, Seilen, Rollen, Steigbügeln und einer mechanischen Deutung. Einen erfolgreichen Flugzeugbau Leonardos belegt sie nicht.

Der breitere Überblick „Flight studies“ des Museo Leonardiano ordnet Leonardos Interesse an Vögeln, Flügeln, Gleit- und Segelflug sowie an den Grenzen des menschengetriebenen Flugs ein [2]. Seine Flugentwürfe waren keine isolierten Fantasien; sie gingen aus der Beobachtung natürlicher Bewegung und aus Fragen nach ihrer künstlichen Nachahmung hervor.

Der Ornithopter gehört zur selben übergreifenden Frage, seine Belege sind jedoch eigenständig. Die Science Museum Group verzeichnet ein Modell eines Ornithopterflügels nach Leonardo, verbunden mit einem bootförmigen Entwurf im Codex Atlanticus, Blatt 313 recto-a [3]. Das „Detail eines mechanischen Flügels“ des Museo Leonardiano gehört in einen anderen Quellenzusammenhang, nämlich zum Kodex über den Vogelflug, f. 11v [4]. Es sind verwandte Zeugnisse der Flugforschung, nicht eine einzige allgemeine Maschine.

Die „Studie eines schlagenden Flügels“ des Museo Leonardiano macht eine weitere nützliche Unterscheidung möglich [5]. Sie gehört zu einer verwandten Tradition der Flügelstudien, nicht zum exakt gleichen Objekt wie die Seiten über Ornithopter oder Flugmaschine. Leonardo beschäftigte sich immer wieder mit Flügeln, doch jede Studie bleibt ein eigenständiger Beleg.

Diese Trennung ist entscheidend. Leonardo untersuchte den Flug wiederholt; die Belege bestehen aber aus Zeichnungen, Studien und Deutungen von Modellen, nicht aus einer einzigen fertiggestellten Maschine. Er erforschte Schlag- und Gelenkflügel und den Traum vom menschlichen Flug. Das bedeutet nicht, dass er selbst flog.

Die Luftschraube und die moderne Bezeichnung „Hubschrauber“

Der Hubschrauber ist die vertraute moderne Bezeichnung, doch historisch geht es um Leonardos Luftschraube. Das Museo Nazionale Scienza e Tecnologia Leonardo da Vinci verortet den Entwurf in Manuskript B, f. 83v [6]. Diese Quelle trägt die Darstellung der schraubenartigen Form, der Modelltradition und der berühmten Zeichnung, nicht die Behauptung, Leonardo habe den modernen Hubschrauber erfunden.

Google Arts & Culture, das Museo Leonardiano und Museums Victoria können den Modellkontext und die öffentliche Deutung erläutern [7]. Diese Quellen erklären, weshalb der Entwurf heutigen Lesern so eindrucksvoll erscheint. Sie setzen die maßgebliche historische Bezeichnung „Luftschraube“ jedoch nicht außer Kraft.

Leonardos Luftschraube gehört zu einer Handschriften- und Modelltradition. Sie war kein funktionsfähiges Drehflügelflugzeug: Es gab weder einen modernen Motor noch einen erprobten Hubschrauber oder einen Beleg dafür, dass Leonardo den senkrechten Flug nachgewiesen hätte.

Der Entwurf fasziniert weiterhin, weil er Auftrieb durch spiralförmige Bewegung denkt und Luft als mechanisches Medium behandelt. Seine Kühnheit braucht keine falsche Ursprungsgeschichte der Luftfahrt.

Der Fallschirm: Abstieg, Handschriftenblatt und spätere Modelle

Die Seite über den Fallschirm stützt sich auf Codex Atlanticus, f. 1058 verso. Der Eintrag von Google Arts & Culture und der Veneranda Biblioteca Ambrosiana liefert den Beleg des Blattes für den Entwurf; Museo Scienza, Science Museum Group und Museums Victoria dokumentieren dagegen spätere Modell- und Deutungstraditionen [8] [9].

Entscheidend ist die Trennung zwischen dem Entwurf des 15. Jahrhunderts und späteren Versuchen oder der Modellgeschichte. Leonardo zeichnete einen Fallschirmentwurf. Spätere Einrichtungen bauten Modelle oder erörterten seine Machbarkeit. Die zitierten Quellen belegen nicht, dass Leonardo den Fallschirm gebaut, erprobt, als funktionsfähig erwiesen oder mit ihm geflogen wäre.

Der Fallschirm erweitert das Flugthema vom Aufstieg zum kontrollierten Abstieg. Er zeigt, dass Leonardo nicht nur darüber nachdachte, wie ein Körper aufsteigen könnte, sondern auch, wie er einen Fall überstehen könnte.

Selbst hier ist bei modernen Begriffen Vorsicht geboten. Ein heutiger Fallschirm ist eine entwickelte Technik mit bestimmten Stoffen, Leinen, Packmethoden, Schulung und Testpraxis. Leonardos Entwurf gehört zu einer Handschriften- und Modelltradition. Er ist eine außergewöhnliche Idee, aber kein Beweis moderner Luftfahrt.

Der Taucheranzug: Arbeiten unter der Wasseroberfläche

Der Taucheranzug führt von der Luft ins Wasser. Sein zentraler Beleg ist Codex Atlanticus, Blatt 909v, vorgestellt bei Google Arts & Culture zusammen mit der Veneranda Biblioteca Ambrosiana [10]. Hinzu kommt der Eintrag „Scafandro per palombaro“ von Lombardia Beni Culturali als Beleg für ein späteres Modell im Zusammenhang mit dem Museo Nazionale della Scienza e della Tecnologia in Mailand [11].

Der Taucheranzug lässt sich leicht vorstellen: Kleidung, Atemschläuche, Maske, Glasfenster für die Augen, Ballast und Werkzeuge. Die Belege sind enger gefasst. Leonardo zeichnete und beschrieb Unterwasserausrüstung in einem marine- und militärtechnischen Kontext. Spätere Modelle machen den Entwurf anschaulich, beweisen aber nicht, dass er einen funktionierenden Taucheranzug gebaut, erprobt oder benutzt hätte.

Arbeiten unter Wasser ist eine schwierige Konstruktionsaufgabe. Ein Mensch unter der Oberfläche braucht Luft, Sicht, Gewicht, Bewegungsfreiheit, Verständigungsmöglichkeiten und einen Fluchtweg. Leonardos Entwurf vereint diese Probleme zu einem einfallsreichen technischen System.

Der Taucheranzug ist von verwandten Materialien über Unterwasseratmung und Tauchglocken zu unterscheiden. Die zentralen Belege bleiben Blatt 909v und der spätere Modelleintrag; die eigene Seite über den Taucheranzug bietet die ausführlichere Darstellung [10] [11].

Die Riesenarmbrust

Leonardos Armbrust gehört zur militärtechnischen Seite seiner Erfindungsstudien. Das Material des Museo Scienza zur Riesenarmbrust verbindet den Entwurf mit Codex Atlanticus, f. 149b r [12]. Spätere Modelle veranschaulichen Größe und Eigenart des Entwurfs, dürfen aber nicht für erhaltene Objekte aus Leonardos Hand gehalten werden.

Die Armbrust zeigt Leonardos Mischung aus praktischer Ingenieurkunst und theatralischer Größe. Sie stellt Kraft, Abschreckung und Mechanik vor Augen. Zugleich macht sie den höfischen und militärischen Rahmen sichtbar, in dem technische Zeichnungen als Vorschläge, Beweise von Einfallsreichtum oder gedankliche Lösungen für Fragen von Kraft und Krieg dienten.

Leonardo erfand die Armbrust nicht; Armbrüste gab es lange vor ihm. Die Riesenarmbrust ist am besten als Entwurfssystem zu beschreiben, nicht als nachweislich gebautes oder im Kampf eingesetztes Geschütz [12]. Der Codex Atlanticus gibt dem Entwurf seine handschriftliche Grundlage; die Modelltradition erläutert Größe und Mechanik [13].

Die Armbrust bildet auch einen Gegenpol zu den Flugstudien. Leonardos Erfindungen waren nicht alle Träume von der Befreiung in die Luft. Viele betrafen Krieg, Druck, Bewegung, Kraft und die Fähigkeit, Schaden anzurichten.

Maschinengewehr und mehrläufige Artillerie

Auch der Titel Maschinengewehr ist eine moderne Bezeichnung, die erklärt werden muss. Er besagt nicht, dass Leonardo eine heutige automatische Waffe erfunden hätte. Historisch geht es um mehrläufige Artillerie im Zusammenhang mit Codex Atlanticus, f. 157r, und späteren Museumsmodellen [14] [15].

Die „Mitragliera a tre file di canne“ des Museo Leonardiano und die „Mitragliera a trentatré canne“ des Museo Scienza stützen den Kern des Entwurfs: mehrere kleine Rohre in Reihen, damit Schießen, Nachladen und Abkühlen nacheinander organisiert werden konnten [14] [15]. Das ist eine starke technische Idee, aber kein automatisches Feuer.

Der Entwurf lässt sich als Versuch beschreiben, Schussfolge und Feuervolumen zu erhöhen, bevor es moderne Munitionssysteme gab. Leonardo dachte über Anordnung und Abfolge nach: ein Zeitproblem, das er durch mehr Rohre und deren geordneten Einsatz anging.

Die dreiläufige Kanone ist ein verwandter Fall, bei dem ebenfalls Vorsicht geboten ist, nicht einfach ein gesichertes Synonym der Maschinengewehrseite. Ihr Warnhinweis trennt Fragen der Zuschreibung und des Objektstatus.

Spätere Modelle und öffentliche Vorstellung

Bei Leonardos Erfindungen spielen häufig spätere Modelle eine Rolle. Ein Modell kann Größe, Anordnung und mechanische Absicht verdeutlichen; problematisch wird es erst, wenn ein Museumsmodell des 20. Jahrhunderts wie ein von Leonardo gebautes Objekt behandelt wird.

Dieselbe Unterscheidung kehrt bei den verschiedenen Entwürfen wieder. Fallschirm und Taucheranzug trennen Blätter des Codex Atlanticus von späteren Modelleinträgen [8] [9] [10] [11]. Riesenarmbrust und Maschinengewehr halten Referenzzeichnungen und Modelle des Museo Scienza oder Museo Leonardiano auseinander [12] [14] [15]. Die Hubschrauberseite verwendet für den historischen Entwurf den Begriff Luftschraube, behält aber den bekannten modernen Titel bei [6].

Leonardos Ruf als Erfinder entstand in mehreren Schichten: aus seinen Notizbüchern, aus späteren Einrichtungen, die Entwürfe rekonstruierten und ausstellten, und aus populären modernen Namen, die diese Ideen einprägsamer machten.

Begeisterung für dieses Thema ist gut mit der Trennung von Belegen und Legenden vereinbar.

Museumsmodelle sind Akte der Deutung. Sie legen Größe, Material, Ausarbeitung und manchmal einen modernen Titel fest. Klar beschrieben hilft ein Modell, die Zeichnung zu verstehen; ohne Kontext kann es den Eindruck erwecken, Leonardo habe ein fertiges Objekt hinterlassen.

Die klarste Vorgehensweise ist einfach: den Entwurf benennen, nach Quellenlage Handschrift oder Blatt angeben, spätere Modelle als spätere Deutungen kennzeichnen und sagen, was unbekannt ist. So kann die Faszination für Leonardos Vorstellungskraft auf Belegen statt auf überlieferten Mythen beruhen.

Welche Behauptungen zu weit gehen

Es ist nicht belegt, dass Leonardo eine Flugmaschine baute, einen Ornithopter flog, den modernen Hubschrauber erfand, einen Fallschirm als funktionsfähig erwies, das moderne Tauchgerät erfand, eine Riesenarmbrust baute oder das heutige Maschinengewehr erfand. Spätere Museumsmodelle sind keine Objekte der Renaissance, und moderne Bezeichnungen sind nicht immer Leonardos eigene Titel.

Auch eine subtilere Übertreibung ist zu vermeiden: Leonardos Entwürfe hätten moderne Technologien unmittelbar hervorgebracht. Manche wirken vorausschauend, und manche betreffen Probleme, die die moderne Technik später löste. Einfluss, Erfindung und Ähnlichkeit sind jedoch verschiedene Dinge. Eine Zeichnung kann späterer Technik ähneln, ohne deren praktische Entstehung ausgelöst zu haben.

Die stärkere öffentliche Aussage lautet, dass Leonardo eine bemerkenswerte Vielfalt mechanischer Fragen untersuchte. Er zeichnete ungewöhnlich klar. Er dachte sich Vorrichtungen mit dem Blick eines Gestalters für Körper, Kräfte, Materialien und Bewegung aus. Das reicht aus und ist die beständigere Geschichtsschreibung.

Warum Leonardos Erfindungen weiterhin wichtig sind

Leonardos Erfindungen sind wichtig, weil sie Denken in Bewegung zeigen. Sie lassen erkennen, wie er fragte, wie Flügel sich bewegen, Luft einen Körper tragen, ein Mensch sicher hinabgleiten oder unter Wasser arbeiten, Kraft gespeichert und freigesetzt und die Wirkung von Waffen vervielfacht werden könnte.

Sie machen auch die Grenzen von „Erfindung“ als geschichtlicher Kategorie deutlich. Eine Erfindung ist nicht nur ein fertiger, funktionierender Gegenstand. Sie kann eine Zeichnung, ein Vorschlag, ein Modell, ein gedanklicher Versuch oder die spätere Rekonstruktion einer Idee sein. Leonardos Erfindungen reichen über all diese Formen hinweg.

Sorgfältig betrachtet werden Leonardos Entwürfe eindrucksvoller, nicht weniger beeindruckend. Man kann sie bewundern, ohne Leonardo zu einem modernen Ingenieur im Gewand der Renaissance zu machen.

Das Ergebnis ist zugleich spannend und präzise. Leonardos Zeichnungen müssen nicht zu fertigen Maschinen aufgebauscht werden; sie zeigen bereits einen Geist, der Beobachtungen immer wieder in Mechanismen übersetzen wollte.

Häufig gestellte Fragen

Hat Leonardo da Vinci den Hubschrauber erfunden?
Nein, nicht im heutigen Sinn. Die Seite über die Luftschraube behandelt den Entwurf in Manuskript B, f. 83v [6]. Er ist als Zeichnungs- und spätere Modelltradition zu verstehen, nicht als funktionierender moderner Hubschrauber.
Baute Leonardo eine Flugmaschine?
Die Quellen belegen Flugmaschinenzeichnungen, Modelle und Deutungen, besonders durch das auf Manuskript B bezogene Modell des Museo Leonardiano [1]. Sie beweisen nicht, dass Leonardo ein funktionsfähiges Flugzeug baute oder flog.
Hat Leonardo das Maschinengewehr erfunden?
Nein, wenn damit eine moderne automatische Waffe gemeint ist. Die Maschinengewehrseite behandelt mehrläufige Artillerie im Zusammenhang mit Codex Atlanticus, f. 157r, und spätere Museumsmodelle [14] [15].
Wurde Leonardos Fallschirm zu seinen Lebzeiten erprobt?
Das behauptet dieser Artikel nicht. Die Fallschirmseite stützt sich auf Codex Atlanticus, f. 1058 verso, sowie auf Quellen über spätere Modelle und Deutungen [8] [9].
Ist Leonardos Taucheranzug mit modernem Tauchgerät gleichzusetzen?
Nein. Die Taucheranzugseite behandelt Belege für Leonardos Unterwasserentwurf und spätere Modellinterpretationen, nicht moderne Tauchausrüstung [10] [11].
Dürfen die Bilder der Erfindungen frei wiederverwendet werden?
Nein. Abbildungen und Modellfotos sind getrennt von den Belegen für Leonardos ursprüngliche Entwürfe zu behandeln; neue Bildrechte oder eine geklärte Herkunft der Reproduktionen werden hier nicht behauptet.
Warum moderne Titel wie „Hubschrauber“ oder „Maschinengewehr“ verwenden?
Diese Namen sind heute vertraut. Sie können Besuchern helfen, das Thema zu finden, doch der Text muss den historischen Entwurf hinter der modernen Bezeichnung sofort erklären.

Diskussion

Welche Erfindung Leonardos lässt sich am leichtesten missverstehen: Luftschraube, Maschinengewehr, Taucheranzug, Fallschirm oder Flugmaschine?

Beobachtungen der Leser

Zeichnungen und Modelle

Wie lassen sich Leonardos Notizbücher von späteren Museumsmodellen unterscheiden?

Moderne Titel

Wann hilft eine Bezeichnung wie „Hubschrauber“ oder „Maschinengewehr“ den Lesern, und wann führt sie in die Irre?

Grenzen der Behauptungen

Was müsste eine Quelle zeigen, bevor hier von gebaut, erprobt oder nachgewiesen gesprochen werden dürfte?

Mitdiskutieren

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Quellen

  1. Museo Leonardiano di Vinci, „Flugmaschine“, abgerufen am 30. Juli 2026.
  2. Museo Leonardiano di Vinci, „Flugstudien“, abgerufen am 30. Juli 2026.
  3. Science Museum Group Collection, „Modell eines Ornithopterflügels nach Leonardo da Vinci“, abgerufen am 30. Juli 2026.
  4. Museo Leonardiano di Vinci, „Detail eines mechanischen Flügels“, abgerufen am 30. Juli 2026.
  5. Museo Leonardiano di Vinci, „Studie eines schlagenden Flügels“, abgerufen am 30. Juli 2026.
  6. Museo Nazionale Scienza e Tecnologia Leonardo da Vinci, „Luftschraube“, abgerufen am 30. Juli 2026.
  7. Museums Victoria Collections, „Hubschraubermodell nach Leonardo da Vincis Luftschraubenentwurf, Italien, 1483–1485“, abgerufen am 30. Juli 2026.
  8. Google Arts & Culture / Veneranda Biblioteca Ambrosiana, „Codex Atlanticus, f. 1058 verso“, abgerufen am 30. Juli 2026.
  9. Museo Nazionale Scienza e Tecnologia Leonardo da Vinci, „Fallschirm“, abgerufen am 30. Juli 2026.
  10. Google Arts & Culture / Veneranda Biblioteca Ambrosiana, „Codex Atlanticus, Blatt 909 verso“, abgerufen am 30. Juli 2026.
  11. Lombardia Beni Culturali, „Scafandro per palombaro“, Luigi Tursini, abgerufen am 30. Juli 2026.
  12. Museo Nazionale Scienza e Tecnologia Leonardo da Vinci, „Riesenarmbrust“, abgerufen am 30. Juli 2026.
  13. Google Arts & Culture / Veneranda Biblioteca Ambrosiana, „Codex Atlanticus, Blatt 149 b recto“, abgerufen am 30. Juli 2026.
  14. Museo Leonardiano di Vinci, „Mitragliera a tre file di canne“, abgerufen am 30. Juli 2026.
  15. Online-Sammlung des Museo Scienza, „Mitragliera a trentatré canne“, abgerufen am 30. Juli 2026.