Einleitung
Frida Kahlos Zwei Akte im Wald (Die Erde selbst) (1939) bringt zwei nackte Frauen in einer kleinen Landschaft zusammen, die alles andere als ruhig wirkt. Eine sitzt aufrecht und berührt den Kopf einer hellhäutigeren Frau, die quer auf ihrem Schoß liegt; ein rotes Tuch rahmt sie ein, ein Affe schaut aus dichtem Pflanzenwuchs hervor, und Wurzeln durchziehen aufgebrochenen Boden unter einem unruhigen Himmel. Ihre Nähe ist sichtbar, ihre Namen und die Art ihrer Beziehung dagegen nicht. [1] [2] [3]
Ein Brief, den Kahlo im März 1940 an die Schauspielerin Dolores del Río schrieb, belegt, dass sie ihr dieses Gemälde versprochen hatte und sich freute, dass es Dolores gefiel. Er identifiziert keines der beiden Modelle und erklärt weder den Wald noch die Erdspalte oder die roten Tropfen. Diese offenen Fragen haben der Kritik Raum für Deutungen von Fürsorge, Begehren, verdoppelter Identität, „Rasse“, Mythos und der Erde selbst gegeben; Dokument und Bild müssen jedoch jeweils das aussagen dürfen, was sie tatsächlich belegen können. [4] [5]
Auf einen Blick
- Künstlerin und Datum: Frida Kahlo, 1939; unten rechts signiert und datiert. [1]
- Titel: Two Nudes in a Forest; der spanische Katalog ergänzt La tierra misma („Die Erde selbst“). [1] [2]
- Technik und Maße: Öl auf Metall, etwa 25 × 30 cm; zwei Kataloge weichen bei der Breite um 3 mm voneinander ab. [1] [2]
- Geschenk und Sammlung: Dolores del Río geschenkt; 2015 in Jon Shirleys Sammlung; 2016 verkauft; heutiger Eigentümer nicht identifiziert. [1] [2] [4]
- Öffentliche Ausstellung: Philadelphia 2016 ist belegt; eine spätere öffentliche Ausstellung ist nicht verifiziert. [1] [2]
Inhalt
- Einleitung
- Was das Gemälde zeigt
- Die Namen des Gemäldes
- Kahlos Brief an Dolores del Río
- Berührung, Fürsorge und Begehren
- Hautfarbe, Mestizaje und Kolonialgeschichte
- Ein Paar in drei Gemälden
- Tuch, Wurzeln, Erde und Affe
- Religiöse und mythische Deutungen
Was das Gemälde zeigt
Die Szene ist horizontal angelegt; die beiden Frauen sind leicht rechts der Mitte zusammengerückt. Eine dunklerhäutige Figur sitzt nahezu aufrecht und blickt zu einer liegenden Frau hinunter, deren hellerer Körper sich zur Vegetation auf der linken Seite hin erstreckt. Ihre Köpfe und langen Haare kommen nahe der Mitte zusammen; die Hand der sitzenden Frau berührt oder stützt Haar oder Kopf der anderen, und ihre Gliedmaßen überschneiden sich. [3]
Keine der Frauen trägt Kleidung. Ein kräftig roter Stoff steigt hinter dem Kopf der sitzenden Figur auf, legt sich in Falten um sie und fällt zu einer dunklen Öffnung in der Erde unten rechts ab. Er lässt sich als Tuch oder Draperie bezeichnen, doch weder das Bild noch ein Objekteintrag identifiziert ihn sicher als Rebozo, regionalen Schal, Schleier oder religiösen Mantel. [3]
Die linke Seite drängt mit breiten Blättern, geschwungenen Ästen und dunklen Zwischenräumen nach innen. Ein kleiner Affe erscheint zwischen den Pflanzen, teilweise verborgen und von der menschlichen Gruppe getrennt. Rechts öffnet sich eine vergleichsweise kahle ockerfarbene Ebene zu einem niedrigen Horizont. Die Frauen befinden sich an der Schwelle zwischen diesen ungleichen Bereichen statt in einem einheitlichen Wald. [3]
Der Vordergrund ist in Vorsprünge und Hohlräume aufgebrochen. Helle Wurzeln reichen unter die bewachsene Böschung, während sich das Tuch über einer Spalte verjüngt und zwei oder drei kleine rote Spuren von seiner Spitze herabzufallen scheinen. Ihre Farbe ähnelt Blut, doch weder eine Wunde noch eine unmittelbare körperliche Quelle ist sichtbar; sie als Blut zu bezeichnen, das den Boden befruchtet, ist eine Deutung, kein optischer Befund. [3] [5]
Breite graue, weiße und beinahe schwarze Wolken ziehen über den oberen Bildbereich. Ihre turbulenten Formen und der zerklüftete Boden umgeben ein Paar, das körperlich still bleibt. Übergroße Vegetation und verdichtete Tiefe machen die Szene zu einer erdachten Landschaft statt zur topografischen Wiedergabe eines benannten Waldes, einer Wüste oder eines Landes. [3]
Der sichtbare Unterschied der Hautfarben ist für spätere Kritik wichtig, doch Farbe kann weder Abstammung noch ethnische Zugehörigkeit oder soziale Identität belegen. Keines der Gesichter bietet eine sicher dokumentierte Porträtähnlichkeit. Das Bild enthält weder einen geschriebenen Titel noch eine Widmung, eine männliche Figur, ein Kind, eine sichtbare Wunde, einen Heiligen oder ein identifizierbares geografisches Merkmal, das solche Fragen für die Betrachtenden entscheidet. [3]
Videos: Frida Kahlo
Fünf Perspektiven, die Sie hier ergänzend zum Artikel ansehen können.
Frida Kahlos Die zwei Fridas: Great Art Explained
Eine gezielte visuelle Einführung in das Gemälde und seinen Kontext.
Die Namen des Gemäldes
Der Katalog von Christie's aus dem Jahr 2016 führt das Werk unter Dos desnudos en el bosque (La tierra misma), und die englischen Essays nennen es Two Nudes in a Forest. Der New York Botanical Garden verwendete diese kurze englische Form unabhängig davon in seiner Werkliste von 2015. Die längere Überschrift der englischen Seite übersetzt La tierra misma mit The Earth Itself („Die Erde selbst“) und stellt dabei klar, dass die übersetzte Formulierung kein erhaltener, von Kahlo verfasster englischer Titel ist. [1] [2]
Eine ältere Spur in den Verkaufsmetadaten nennt La tierra misma o dos desnudos en la jungla für die Auktion von 1989, doch die ursprüngliche Katalogzeile bleibt ungelesen. Die Formulierung „Dschungel“ ist ein historischer Hinweis, kein Grund, den heutigen „Wald“-Titel zu ersetzen. Die übernommene englische Formulierung „in the Forest“ bleibt für URL und Suche der englischen Seite erhalten, wird aber nicht als maßgeblicher Museumstitel behandelt. [1] [6]
Kahlos eigene Ausdrucksweise ist liebevoller und informeller. Im Brief vom März 1940 nennt sie es eine pinturita de las encueraditas — ungefähr ein kleines Bild der nackten Mädchen. Raquel Tibols spätere Bezeichnung Las dos encueraditas ist damit verwandt, aber nicht wortgleich. Keine der beiden Formulierungen beweist, dass Kahlo sie als offiziellen Titel des Werkes verwenden wollte. [4] [7]
Ein späterer Essay wiederholt die Behauptung, Meine Amme und ich sei ein anderer Titel dieses Gemäldes. Das ist nicht der Fall: Mi nana y yo / My Nurse and I ist ein eigenständiges Werk von 1937 mit einem eigenen Museumseintrag. Diese Verwechslung ist wichtig, weil eine scheinbare Titelvariante sonst die falsche Bildsprache, Datierung oder Deutung in die Geschichte dieses Werkes übertragen könnte. [8]
Kahlos Brief an Dolores del Río
Das Centro de Estudios de Historia de México Carso bewahrt Kahlos Brief an Dolores del Río im Nachlass der Schauspielerin auf; das Museo Soumaya veröffentlichte Fotografien beider Seiten mit der Archivsignatur. Datiert auf Coyoacán, März 1940, besagt er, dass Kahlo sich darüber freute, dass Dolores das kleine Bild der nackten Mädchen gefiel, und dass sie es ihr zuvor versprochen hatte. Die unabhängige Provenienzangabe von Christie's nennt Dolores als Empfängerin eines Geschenks der Künstlerin. [1] [4]
Der Brief behandelt auch eine Schuld von 250 Pesos, die Schwierigkeiten, nach Kahlos Scheidung von Diego Rivera (auf Englisch) die Ausgaben zu decken, ein erhofftes Guggenheim-Stipendium und Pläne für eine Ausstellung im November mit Julien Levy. Diese Passagen belegen Umstände und Absichten im März 1940, nicht aber, dass das Stipendium bewilligt wurde oder die Ausstellung stattfand. Sie verbinden die Frauen oder die Landschaft des Gemäldes nicht mit der Scheidung. [4]
Das Versprechen muss dem Brief vorausgegangen sein, und Dolores hatte das Werk offenbar gesehen oder erhalten, als Kahlo schrieb. Weder das Datum des Versprechens noch die Art der Übergabe werden jedoch genannt. Ein Geschenk beweist keinen Auftrag, identifiziert kein Modell und belegt nicht, dass Kahlo das Bild als romantische Liebeserklärung malte. [1] [4]
Spätere Autoren haben den Austausch als Beleg für eine sexuelle Beziehung zwischen Kahlo und Dolores behandelt. Der veröffentlichte Brief selbst sagt das nicht; der Museumskommentar und die Bezeichnungen in späteren Katalogessays sind Deutungen, die über dieses konkrete Dokument hinausgehen. Eine fundierte Darstellung kann die Rezeption des Gemäldes als Bild gleichgeschlechtlicher Intimität zwischen Frauen anerkennen, ohne seine Empfängerin zu einem nachgewiesenen Modell oder einer nachgewiesenen Geliebten zu machen. [4] [5] [9]
Zwei Akte im Wald (Die Erde selbst) in Kahlos Laufbahn
Die zwei Fridas
1939Quelle der Zeitleiste: Chronologie des Museo Frida Kahlo [27].
Berührung, Fürsorge und Begehren
Die Hand der sitzenden Frau am Kopf der liegenden, die Überschneidung ihrer Gliedmaßen und die Nähe ihrer Haare bilden eine intime Körpergruppe. Hayden Herreras Essay für Christie's bezeichnet die Figuren zunächst als anonym und nicht als Porträts, schlägt dann aber sowohl zwei Aspekte Kahlos als auch eine Frau vor, die Kahlo tröstet. Dieser Übergang von visueller Vorsicht zu einem benannten möglichen Szenario sollte erhalten bleiben und nicht zu Gewissheit eingeebnet werden. [3] [5]
Herrera berichtet, Dolores habe die dunklere Figur als die stärkere gelesen, die die hellere tröste. Das ursprüngliche Interview oder der Brief hinter dieser Bemerkung wurde nicht gefunden; die Auffassung sollte deshalb als durch Herrera vermittelt kenntlich bleiben. Sie kann erhellen, wie eine frühe Eigentümerin dem Bild begegnete, ohne zu Kahlos eigener Erklärung zu werden. [5]
Ein früherer Bericht in Vanity Fair äußerte die entgegengesetzte Vermutung zu den Modellen und schlug vor, die hellere liegende Figur ähnele Dolores. Er berief sich auf ein unveröffentlichtes Interview mit Olga Campos, in dem Kahlo Berichten zufolge ein von ihr gemaltes Porträt der Schauspielerin erwähnte; der zugängliche Bericht zeigt jedoch nicht, dass Kahlo dieses Werk oder einen der beiden Akte nannte. Die widersprüchlichen Vermutungen und das ungelesene Interviewtranskript machen eine feste Identifizierung weniger, nicht stärker gesichert. [5] [26]
Diana Palaversich verortet das Werk in ihrer spanischsprachigen Analyse innerhalb einer weiblichen Erotik, die weder von einem männlichen Betrachter noch von einer männlichen Figur abhängt. Gannit Ankori liest das Paar als radikale Alternative zu konventionellen Geschlechterrollen und stellt sich sogar ein weibliches Eden über rassifizierte Grenzen hinweg vor. Camilla Sutherland beschreibt schützenden und homoerotischen Kontakt; jede benennt eine andere Implikation der Haltung, statt die Modelle zu identifizieren. [9] [10] [11]
Diese Deutungen verlangen weder Zensur noch übertriebene Sicherheit. Eine Hand im Haar einer anderen Frau und ein auf einem Schoß ruhender Kopf sind sichtbar intim; sie könnten Fürsorge, erotischer Bindung, Freundschaft, einer mütterlichen Assoziation oder Selbsttröstung entsprechen. Das Bild liefert keine Biografie des Paares, und seine Offenheit ist eine Voraussetzung ernsthafter Interpretation, kein zu behebender Mangel. [3] [5] [9]
Hautfarbe, Mestizaje und Kolonialgeschichte
Manche Kritiker haben das Paar als „zwei Rassen“ beschrieben und seine unterschiedlichen Hautfarben auf indigene und europäische Bestandteile mexikanischer Identität bezogen. Luis Roberto Vera verwendet diese Sprache in einer spanischsprachigen Darstellung des Zusammenhangs zwischen diesem Gemälde und Kahlos anderen Doppelbildern. Der gemalte Kontrast ist sichtbar; die Abstammung oder kulturellen Identitäten der Frauen sind es nicht, und rassifizierte Kategorien sollten nicht so wiedergegeben werden, als seien sie durch Pigmente belegt. [3] [7] [12]
Sutherlands jüngere Studie fragt nach der Wirkung einer solchen Dualität, statt mestizaje — die Vermischung rassifizierter und kultureller Abstammungslinien — als harmonische nationale Tatsache zu behandeln. Sie liest die schützende Haltung der dunkleren Frau vor dem Hintergrund der kolonialen Hierarchie in Werken wie José Clemente Orozcos Cortés und Malinche, während das geteilte Gelände jede friedliche Synthese erschwert. Ihre Argumentation bringt weiblichen Kontakt, Geschlecht und die Gewalt kolonialer Klassifizierung zusammen. [11]
Sutherland fragt auch, ob Kahlos Gebrauch indigener Bildsprache eurozentrische Normen herausfordern konnte, dabei aber gelegentlich eine Identität aneignete, die sich nicht auf ihre eigene dokumentierte Abstammung reduzieren lässt. Dies ist eine kritische Darstellung der Selbstinszenierung, keine Genealogie, die sich aus der Farbe eines der Akte ableiten ließe. Die beiden Frauen teilen den Boden und berühren sich über Unterschiede hinweg; das Gemälde muss nicht zur Illustration zweier fester biologischer Kategorien gemacht werden. [11] [12]
Die dichte linke und offene rechte Seite sollten nicht willkürlich als indigenes Mexiko und Europa etikettiert werden. Hinter beiden Körpern erhebt sich Blattwerk, und die freiliegenden Wurzeln verlaufen unter einem einzigen zerklüfteten Vordergrund. Deutungen von Nation, Erde und kolonialer Teilung werden überzeugender, wenn sie solche Überschreitungen ebenso erklären wie den Kontrast. [3] [11]
Ein Paar in drei Gemälden
Kleinere Varianten zweier liegender oder einander umarmender Frauen erscheinen in Was mir das Wasser gab (1938). Vera verfolgt eine formale Folge von diesem vielteiligen Badewannenbild zum vergrößerten, in sich geschlossenen Paar in Zwei Akte im Wald und weiter zu den gepaarten Körpern des Gemäldes Die zwei Fridas (1939). Die Folge ist ein wissenschaftlicher Vergleich, kein dokumentierter Vorbereitungsplan oder Beleg dafür, dass Kahlo die drei Werke als einen Auftrag konzipierte. [5] [7] [12] [13]
In Was mir das Wasser gab ist das Paar ein kleines Geschehen unter vielen und liegt auf einer schwammartigen Insel. Im vorliegenden Gemälde dominieren die Figuren eine kompakte Landschaft; Köpfe und Gliedmaßen verbinden sich durch Berührung. Die zwei Fridas zeigt dagegen zwei vollständig bekleidete, frontal ausgerichtete Frauen in monumentalem Maßstab, die sich an den Händen halten und durch freiliegende Blutgefäße verbunden sind; das Waldpaar besitzt keine solche sichtbare Gefäßbrücke. [3] [13]
Der Vergleich macht Unterschiede fruchtbar. Hier ist die Intimität asymmetrisch, weil eine Frau die andere stützt oder umschließt; das andere große Doppelporträt nutzt eine annähernde Symmetrie und ein wiederholtes identifizierbares Gesicht. Belnaps Erörterung des früheren Badewannenbildes warnt davor, ein solches Paar zu einem privaten Sinnbild mit einer einzigen nationalen oder sexuellen Bedeutung zu machen. [13] [14]
Melanie Otto bietet eine spätere relationale Deutung mit Gloria Anzaldúas Idee von nepantla, einem Zwischenzustand, in dem Identitäten ausgehandelt werden, statt bloß einander gegenüberzustehen. Der Kontakt der Frauen an der Schwelle zwischen Wald und Ebene passt zu diesem Ansatz, doch Anzaldúa schrieb später und kann nicht Kahlos Quelle sein. Ottos Vergleich mit der emotionalen Distanz in Meine Amme und ich bleibt nützlich, während die irrtümliche Behauptung des Essays, es sei ein anderer Name dieses Gemäldes, zurückgewiesen wird. [8]
Tuch, Wurzeln, Erde und Affe
Das La tierra misma des spanischen Titels macht die „Erde“ zu einem benannten Teil der dokumentarischen Geschichte des Werkes. Erde kann hier wörtlich Boden, Land, Territorium, lebendige Natur oder eine personifizierte schöpferische Kraft bedeuten; das sichtbare Bild entscheidet nicht zwischen ihnen. Kahlo malt wurzelartige Stränge unter einer aufgebrochenen Böschung, eine Ebene jenseits der Gruppe und eine Spalte, die rote Spuren vom Tuch aufnimmt. [1] [3]
Herrera liest diese Spuren als Blut, das die Erde befruchtet, während Otto Wurzeln und Erde mit persönlicher und politischer Identität verbindet. Abby McEwens Essay für Christie's widersetzt sich einer Konvention, in der eine Frau schlicht für passive Natur steht: Kahlos Körper interagieren mit fruchtbarem, aber aufgebrochenem Gelände, statt darin zu verschwinden. Diese Darstellungen arbeiten auf unterschiedlichen Ebenen und sollten nicht zu einer einzigen Aussage über Kahlos Absicht verschmolzen werden. [5] [8] [15]
Die rote Draperie hat religiöse Vergleiche angeregt, doch keine textile Quelle hat ihren Typ identifiziert. Sie rahmt die sitzende Frau ein und scheint sich visuell zum aufgebrochenen Boden fortzusetzen; sie lässt sich nicht sicher als bestimmtes regionales Kleidungsstück bezeichnen. Der kleine Affe im linken Blattwerk ist eine weitere sichtbare Präsenz, obwohl seine Art, sein Geschlecht und seine Beziehung zu den Frauen unklar sind. Kahlo verwendete Affen auch anderswo, doch diese Werke berechtigen nicht zu einem universellen Deutungsschlüssel für dieses konkrete Tier. [3]
Der Wald wurde auch mit Henri Rousseaus erfundenen Dschungellandschaften verglichen. Diese formale Verbindung kann erklären helfen, weshalb große Blätter und gewundene Äste eher fantasievoll als botanisch ortsspezifisch wirken. Für dieses Gemälde wurde weder eine konkrete Vorlage Rousseaus noch eine kopierte Pflanze oder ein tatsächlicher Waldort nachgewiesen. [5] [10]
Religiöse und mythische Deutungen
Eine aufrechte Figur, die einen liegenden Körper stützt, kann an die christliche Pietà erinnern, und Herrera zieht diesen Vergleich in seinem Katalogessay. Die Form des Paares und das rote Tuch können die Verbindung nachvollziehbar machen, ohne einen der Akte zur Jungfrau Maria oder zu Christus zu erklären. Das Gemälde enthält weder einen identifizierten toten Sohn noch einen Heiligenschein, ein Kreuz, eine Andachtsinschrift oder eine Trauerszene. [3] [5]
Ankori schlägt ein radikaleres Ursprungsbild vor: Eva und Lilith statt Adam und Eva in einem weiblichen Eden. Vera verweist auf europäische Darstellungen gepaarter Frauen, darunter Gabrielle d'Estrées und eine ihrer Schwestern aus der Schule von Fontainebleau. Beide Vergleiche erweitern die kunsthistorische Nachbarschaft des Werkes, doch keiner beweist ein direktes Zitat oder eine mythologische Absicht. [7] [10]
Der metallene Bildträger der Ölmalerei und das intime Format laden auch zum Vergleich mit mexikanischen Retablos und anderen kleinen Andachtsbildern ein. Teresa del Condes spanischsprachige Studie liefert diesen breiteren Kontext volkstümlicher Kunst, keine objektspezifische Darstellung der Herstellung oder Funktion. Für dieses Gemälde gibt es weder einen dokumentierten Andachtsauftrag noch eine Erzählung des Dankes; es sollte deshalb nicht allein aufgrund seiner geringen Größe und des Metallträgers als Exvoto katalogisiert werden. [1] [2] [16]
1939 und die Grenzen der Biografie
Kahlo datierte das Werk auf 1939, das Jahr ihrer Parisreise und Scheidung von Rivera. Ihr Brief vom März 1940 erwähnt die Scheidung, aber in der finanziellen Erörterung, getrennt vom versprochenen Bild. Weder ein Ateliertagebuch noch eine Vorzeichnung, ein Auftragsdokument oder ein Brief zur Entstehung wurden gefunden, um den Monat, Ort, lebende Modelle oder unmittelbaren Anlass des Werkes festzulegen. [1] [4]
McEwen verortet das Gemälde in Kahlos Begegnung mit dem Surrealismus und argumentiert, die verschlungenen Frauen widersetzten sich männlichen Bildern der Frau als Natur. Die Argumentation verdient als Kritik eine Diskussion; die Behauptung ihres Essays, Breton habe Kahlo 1937 in Paris getroffen, widerspricht jedoch der gesicherten Chronologie: Ihre Begegnung fand 1938 in Mexiko statt. Ein anspruchsvoller Katalogessay kann für die Deutung nützlich und bei einem gesonderten historischen Detail unzuverlässig sein. [15] [17]
Kahlos Scheidung, körperliche Schmerzen und Beziehungen zu Frauen sind relevante Kontexte, doch keiner erlaubt es, eine bestimmte Emotion oder sexuelle Begegnung unmittelbar aus den gemalten Figuren abzulesen. Die Intimität des Paares und die unruhige Landschaft sind formal komplex genug, um Aufmerksamkeit zu verdienen, bevor Lebensereignisse zu ihren Ursachen erklärt werden. Die vollständigen Darstellungen ihres persönlichen Lebens und ihrer Beziehung zum Surrealismus gehören auf die jeweiligen eigenen Seiten. [3] [4] [15]
Von Dolores del Río zu einem anonymen Käufer
Der erste Eigentumsübergang ist ungewöhnlich gut gesichert: Kahlo versprach und schenkte Dolores del Río das Gemälde, und sowohl der Brief als auch die Provenienz von Christie's stützen diese Station. Christie's nennt anschließend Lewis A. Riley, der es um 1983 durch Erbfolge besaß, und dann einen Verkauf in New York am 21. November 1989, Los 17. Die Galerie Mary-Anne Martin/Fine Art erwarb es bei dieser Auktion, und der spätere Eigentümer von 2016 kaufte es von der Galerie. [1] [4]
Der ursprüngliche Katalog von 1989 und die Ergebnisliste wurden nicht gelesen. Angaben Dritter widersprechen sich beim Preis und sogar beim verkaufenden Auktionshaus; das Ereignis lässt sich deshalb anhand der späteren Provenienz von Christie's benennen, sein historisches Ergebnis sollte aber ohne Preisangabe bleiben. Die genauen rechtlichen Schritte von Rileys Erbfolge und des Übergangs von der Galerie zum Sammler bleiben privat oder nicht verifiziert. [1] [6]
Die Werkliste des New York Botanical Garden von 2015 ordnete das Gemälde der Sammlung von Jon Shirley zu. Das Los von Christie's aus dem Jahr 2016 bezeichnete es als Eigentum einer „Distinguished American Collection“, ohne den Einlieferer zu nennen. Die Abfolge innerhalb eines Jahres macht eine Verbindung zu Shirley plausibel, doch sie ist eine Schlussfolgerung; nach dem Verkauf von 2016 darf er nicht als heutiger Eigentümer beschrieben werden. [1] [2]
Christie's verkaufte das Werk am 12. Mai 2016 in New York als Los 21 C der Impressionist and Modern Art Evening Sale. Der veröffentlichte Schätzpreis betrug 8–12 Millionen US-Dollar, der erzielte Preis 8.005.000 US-Dollar, in den Halbjahresergebnissen des Auktionshauses auch als 5.551.318 britische Pfund angegeben. Ein erzielter Preis ist nicht das Zuschlagsgebot, und der Verkauf identifiziert weder den Käufer noch bestimmt er den heutigen Wert. [1] [18]
Christie's bezeichnete das Ergebnis als damaligen Auktionsweltrekord für Kahlo. Sotheby's Verkauf von Diego y yo übertraf ihn 2021 mit 34,9 Millionen US-Dollar, und Sotheby's meldete 2025 für El sueño (La cama) 54,7 Millionen US-Dollar. Dies sind datierte Stationen in Kahlos Auktionsrezeption, keine heutige Bewertung dieses in Privatbesitz befindlichen Gemäldes. [18] [19] [20]
Zu Kahlos Lebzeiten und danach ausgestellt
Die Ausstellungsgeschichte von Christie's führt das Gemälde als Nr. 24 in Kahlos Präsentation vom April 1953 in der Galería de Arte Contemporáneo in Mexiko-Stadt. Das Museo Frida Kahlo und Mexikos Kunstinstitut beschreiben sie als ihre einzige Einzelausstellung in Mexiko zu Lebzeiten. Kahlos Ankunft im Krankenwagen und ihre Teilnahme aus einem Bett gehören zur Geschichte dieses Ereignisses; sie sind nicht in diesem Gemälde dargestellt, und Titel und Leihgeber in der ursprünglichen Werkliste von 1953 bleiben unverifiziert. [1] [17] [21]
Der Auktionskatalog verzeichnet auch eine USA-Tournee von 1978–1979 und anschließende Präsentationen in Madrid, Paris, Mexiko-Stadt, Barcelona, Martigny und Japan, gefolgt von der Tate Modern 2005 und der Retrospektive Minneapolis–Philadelphia–San Francisco 2007–2008. Dies sind ausgewählte objektspezifische Einträge eines späteren Katalogs, keine Behauptung, dass sämtliche ursprünglichen Ausstellungslisten gelesen wurden. Die Orte zeigen die Zirkulation des privaten Gemäldes lange vor seinem vielbeachteten Verkauf von 2016. [1]
Der New York Botanical Garden liefert für 2015 solidere direkte Belege. Seine Werkliste zu Frida Kahlo: Art, Garden, Life nennt Two Nudes in a Forest als Nr. 6, gibt Jon Shirley als Sammler an und verortet das Original in einer Ausstellung über Kahlos botanische Welt. Das Museum nennt eine Laufzeit vom 16. Mai bis zum 1. November 2015. [2] [22]
Der Saalhinweis von Christie's von 2016 besagte, das Gemälde sei für Paint the Revolution in Philadelphia angefragt worden, mit vorgeschlagener Weiterreise nach Mexiko-Stadt. Eine zeitgenössische Rezension aus Philadelphia identifizierte dieses Gemälde anschließend unter fünf dort ausgestellten Werken Kahlos; die zitierten Quellen belegen seine Aufnahme am anschließenden mexikanischen Ausstellungsort nicht. Eine Präsentation des Rose Art Museum von 2021 verwendete eine Reproduktion, nicht das Original, und kann die Geschichte der physischen Ausstellungen nicht verlängern. [1] [23] [24]
Die zitierten primären und institutionellen Quellen belegen weder eine spätere physische Ausstellung noch einen namentlich bekannten Eigentümer nach 2016. Die heutige Ortsangabe sollte deshalb „Privatsammlung; Ausstellung nicht verifiziert“ bleiben, nicht ein datierter Verweis auf Shirleys Sammlung oder eine angenommene Museumsleihgabe. Neue Ausstellungs- oder Leihgebernachweise könnten diese Beschreibung ändern. [1] [2]
Weiterführende Lektüre und offene Fragen
Der genaue Objekteintrag in Frida Kahlo: The Complete Paintings hat für Titel, Katalognummer, Technik, Provenienz, Ausstellungen und Bibliografie Priorität. Auch Herreras Biografie und Gemäldebuch, das Gesamtwerk von 1988, die ursprünglichen Kataloge von 1953 und 1989, der Katalog zu Paint the Revolution von 2016–2017 und Eigentümer- oder Restaurierungsakten sind für eine fundiertere Katalog- und Technikgeschichte erforderlich. Die vollständigen kommerziellen Bücher und ursprünglichen Einträge bleiben ungelesen. [1] [25]
Die genaue Kapitelpassage von Ankori wurde konsultiert, nicht jedoch ihr vollständiges Buch; Patricia Mayayos spanischsprachige Monografie und Adriana Zavalas Studie werden als weiterführende Lektüre genannt und hier nicht als Belege für Behauptungen genutzt. Das verfügbare begutachtete und primäre Material trägt dennoch eine ausführliche Darstellung, weil der Objekteintrag, Kahlos Brief, das Bild, institutionelle Werklisten und mehrsprachige Forschung unterschiedliche Fragen beantworten. Die Legierung des Bildträgers, Pigmente, Rahmengeschichte, Zustand und heutiger Eigentümer bleiben in den zitierten Quellen undokumentiert. [4] [10] [25]
Verwandte Lektüre
Vergleichen Sie das veränderte Figurenpaar in Was mir das Wasser gab mit dem späteren, anders aufgebauten Gemälde Die zwei Fridas. Meine Amme und ich ist ein eigenständiges Gemälde von 1937, kein Alternativtitel dieses Werkes; Kahlos Stil und Surrealismus bietet den breiteren Kontext der erdachten Landschaft.
Häufig gestellte Fragen
Keine hier zitierte Quelle identifiziert beide Figuren als Porträts. Kahlo schenkte Dolores das Gemälde, und Herrera schlug vor, die dunklere sitzende Frau könne auf sie verweisen, während die liegende Frau für Kahlo stehen könnte. Das sind Möglichkeiten innerhalb der Rezeption des Gemäldes, keine durch den Schenkungsbrief oder einen Modellnachweis gesicherten Identitäten. [1] [4] [5]
Der Brief vom März 1940 belegt einen herzlichen Austausch, ein früheres Versprechen und Dolores' positive Reaktion auf das Bild; er beschreibt keine sexuelle Beziehung. Spätere Autoren haben eine solche vorgeschlagen, und das Bild besitzt eine umfangreiche Geschichte von Deutungen gleichgeschlechtlicher Intimität. Weder das Gemälde noch dieser Brief allein verifizieren die private Beziehung des Paares. [4] [9] [15]
Sein dokumentierter erzielter Preis bei Christie's 2016 betrug 8.005.000 US-Dollar, damals ein Auktionsrekord für Kahlo, heute nicht mehr. Weder eine maßgebliche aktuelle Bewertung noch ein öffentlich benannter Eigentümer nach dem Verkauf wurden gefunden. Philadelphia 2016 ist die letzte durch die zitierten Quellen belegte Ausstellung des Originals; eine heutige öffentliche Besichtigung ist nicht verifiziert. [18] [20] [23]
Diskussion
Erklären Sie Ihre Sicht anhand der zitierten Belege und Ihrer eigenen genauen Betrachtung. Die folgenden Fragen sind Ausgangspunkte, keine festgelegten Deutungen.
Leserperspektiven
Wie prägen Berührung und Körperhaltung die Beziehung zwischen den beiden Figuren?
Was kann Kahlos Brief an Dolores del Río über Geschenk und Titel belegen?
Warum ist dies kein anderer Titel für Meine Amme und ich?
Diskutieren Sie mit
Welche Deutung passt am besten zu den Belegen, und wo bleibt Unsicherheit?
Quellen
- Christie's, Frida Kahlo, Dos desnudos en el bosque (La tierra misma), Los 21 C, Objektdetails, Provenienz, Bibliografie, Ausstellungsliste und Saalhinweis von 2016; vollständiger zugänglicher Eintrag gelesen und am 3. Oktober 2026 erneut geprüft. Quellentext ansehen.
- New York Botanical Garden, Werkliste der Kunstgalerie zu Frida Kahlo: Art, Garden, Life, physische Seite 3, Nr. 6; 1939, Öl auf Metall, 25 × 30,5 cm und Sammlungsverweis Jon Shirley 2015. Quellentext ansehen.
- Visuelle Beobachtungen des Autors anhand des vollständigen Gemäldes im Objekteintrag von Christie's aus dem Jahr 2016, abgeglichen mit den Objektdetails des New York Botanical Garden (Quelle 2). Das Bild ist ein Beleg für sichtbare Formen, keine technische Untersuchung oder Publikationslizenz; hier wird kein Kunstwerk reproduziert. Quellentext ansehen.
- Museo Soumaya, Bulletin vom Juli 2017, physische Seiten 16–18, Fotografien von Kahlos Brief an Dolores del Río vom März 1940; Centro de Estudios de Historia de México Carso, Fondo Dolores Del Rio MXXIV, Mappe 2, Dokument 165. Das Primärdokument wird vom späteren Kommentar des Bulletins auf den Seiten 19–20 unterschieden. Quellentext ansehen.
- Hayden Herrera, „Frida Kahlo: Two Nudes in a Forest“, Essay im Loseintrag von Christie's von 2016; vollständiger zugänglicher Essay gelesen, wobei Aussagen zu Modellen, Dolores, Pietà, Rousseau, Blut und Selbsttröstung als zugeschriebene Deutungen behandelt werden. Quellentext ansehen.
- Die Provenienz von Christie's aus dem Jahr 2016 verzeichnet den Verkauf in New York vom 21. November 1989 als Los 17. Der ursprüngliche Katalog von 1989 und die offizielle Ergebnisliste wurden nicht konsultiert; widersprüchliche sekundäre Preisangaben werden nicht als gesichertes Ergebnis dargestellt. Quellentext ansehen.
- Luis Roberto Vera, „Raíz mesoamericana: Octavio Paz, Efraín Huerta y Frida Kahlo“, Impossibilia 4 (2012), 202–232, insbesondere gedruckte Seiten 217–219; spanischsprachige Erörterung der drei Werke und von Mestizaje. Quellentext ansehen.
- Melanie Otto, „Tierra entre medio: Borderlands of Knowledge in the Art of Frida Kahlo“, Irish Journal of American Studies 2 (2010), 60–74; Deutung relationaler Identität und von nepantla, wobei die irrtümliche Titelverwechslung mit My Nurse and I zurückgewiesen wird. Quellentext ansehen.
- Diana Palaversich, „Repensando a Frida Kahlo en el centenario de su nacimiento“, Ciberletras 19 (Juli 2008), insbesondere gedruckte Seite 359; spanischsprachige Passage zu weiblicher Erotik und nicht reduktiver Kontext. Quellentext ansehen.
- Gannit Ankori, Frida Kahlo (Reaktion Books, 2013), Kapitel 7, gedruckte Seite 128; die genaue Passage über Two Nudes in a Forest wurde in einem separat bereitgestellten Auszug gelesen, nicht im vollständigen kommerziellen Buch. Der Link identifiziert die Ausgabe des Verlags, nicht einen öffentlichen Zugang zu dieser Seite. Quellentext ansehen.
- Camilla Sutherland, „Indigenismo and the Limits of Cultural Appropriation: Frida Kahlo and Marina Núñez del Prado“, Angelaki 27, Nr. 3–4 (2022), 75–90, insbesondere gedruckte Seite 80; vollständiger Artikel und relevante Seite konsultiert. Quellentext ansehen.
- Luis Roberto Vera, „Maternidad: raigambre y clasicismo en El abrazo de amor de Frida Kahlo“, Tramas 40 (2013), 301–317, insbesondere gedruckte Seite 311; spanischsprachige Folge der drei Werke und Spur von Tibols Bezeichnung. Quellentext ansehen.
- Redaktioneller Vergleich mit der Fotografie von What the Water Gave Me von 1938 im George Eastman Museum und dem Eintrag zu Two Fridas im Museo de Arte Moderno; ihre Formen lassen sich vergleichen, ohne zu behaupten, Kahlo habe die drei Gemälde als Serie geplant. Siehe die einzelnen Studien zum Wasserbild und zum Doppelporträt. Quellentext 1 ansehen; Quellentext 2 ansehen.
- Jeffrey Belnap, „Disentangling the Strangled Tehuana“, Genders 33 (Juni 2001), nummerierte Absätze 3–4 und 19–20; Vergleich gepaarter Frauen und antiessentialistische Methode. Quellentext ansehen.
- Abby McEwen, zweiter Essay im Loseintrag von Christie's zu Two Nudes in a Forest von 2016; ihre Argumentation zu Frau, Natur und Surrealismus wird ihr zugeschrieben, während ihr Datum der Begegnung mit Breton und die unbelegte Bezeichnung der Beziehung zu Dolores nicht als Tatsachen übernommen werden. Quellentext ansehen.
- Teresa del Conde, „Lo popular en la pintura de Frida Kahlo“, Anales del Instituto de Investigaciones Estéticas 13, Nr. 45 (1976), 195–203; spanischsprachiger Kontext volkstümlicher und Votivkunst, keine technische Untersuchung dieses Gemäldes. Quellentext ansehen.
- Museo Frida Kahlo, Chronologie von Leben und Werk, Folge von 1938–1940 und Kontext der Ausstellung vom April 1953; sie liefert keinen Objekteintrag für Two Nudes in a Forest. Quellentext ansehen.
- Christie's, Ergebnisse der Abendauktion vom 12. Mai 2016 und Halbjahresergebnisse 2016, physische Seite 5; erzielter Preis von 8.005.000 US-Dollar, Gegenwert von 5.551.318 britischen Pfund und damaliger Rekord. Quellentext 1 ansehen; Quellentext 2 ansehen.
- Offizielle Ergebnisankündigung von Sotheby's zu Diego y yo vom November 2021, 34,9 Millionen US-Dollar und ausdrückliche Ablösung der früheren Kahlo-Schwelle von 8 Millionen US-Dollar; ausschließlich historischer Rekordvergleich. Quellentext ansehen.
- Sotheby's, „The 10 Most Exhilarating Auction Records Set in 2025“, 19. Dezember 2025, Abschnitt El sueño (La cama), 54,7 Millionen US-Dollar und späterer Kahlo-Rekord; geprüft am 3. Oktober 2026. Quellentext ansehen.
- Die institutionelle Geschichte des INBAL beschreibt Kahlos Ausstellung vom April 1953 in der Galería de Arte Contemporáneo und ihre Ankunft im Bett; die Aufnahme des Gemäldes als Nr. 24 stammt aus dem Objekteintrag von Christie's (Quelle 1). Quellentext ansehen.
- New York Botanical Garden, Ausstellungseintrag zu Frida Kahlo: Art, Garden, Life, 16. Mai–1. November 2015 und botanischer kuratorischer Rahmen; die Aufnahme des Werkes ist separat durch die Werkliste in Quelle 2 dokumentiert. Quellentext ansehen.
- Die Übersicht zu Paint the Revolution des Philadelphia Museum of Art identifiziert das Ereignis; eine zeitgenössische Rezension in Artblog nennt Two Nudes in a Forest unter fünf in Philadelphia ausgestellten Gemälden Kahlos. Die zitierten Quellen belegen seine Aufnahme am mexikanischen Ausstellungsort nicht. Quellentext 1 ansehen; Quellentext 2 ansehen.
- Die Ausstellungsseite des Rose Art Museum zu Frida Kahlo: POSE belegt die Präsentation von 2021, während Murray Whytes zeitgenössische Rezension im Boston Globe eine Reproduktion von Two Nudes in a Forest erwähnt. Dies ist ein sekundärer Beleg für eine Reproduktion, kein Nachweis einer Leihgabe des Originals. Quellentext 1 ansehen; Quellentext 2 ansehen.
- Weitere gesuchte genaue Quellen umfassen den Eintrag in Frida Kahlo: The Complete Paintings, Herreras Bücher von 1983 und 1991, das Gesamtwerk von 1988, die ursprünglichen Kataloge von 1953 und 1989, den Katalog zu Paint the Revolution von 2016–2017 und Eigentümer- und Restaurierungsakten. Der TASCHEN-Link identifiziert eine Ausgabe; keines dieser vollständigen kommerziellen Bücher oder dieser ursprünglichen Einträge wird hier als gelesen ausgegeben. Quellentext ansehen.
- Amy Fine Collins, „Frida Kahlo’s Diary: A Glimpse Inside Her Tortured, Scribble-Happy World“, Vanity Fair, September 1995, Passage „Two Nudes in the Jungle“. Die angenommene Modellähnlichkeit und der Schluss aus einem unveröffentlichten Interview mit Olga Campos sind zugeschriebene journalistische Spekulation, keine verifizierte Identifizierung durch die Künstlerin; das Interviewtranskript wurde nicht gelesen. Quellentext ansehen.
- Museo Frida Kahlo, interaktive Frida-Chronologie, Daten ausgewählter Werke für die vergleichende Zeitleiste. Die Datierung des aktuellen Werkes folgt seinem zitierten Objekteintrag. Quellentext ansehen.



