Einführung
Frida Kahlos Gemälde umfassen Selbstporträts, Porträts anderer Menschen, Früchte und Blumen, Stadtstraßen, Familiengeschichten und politische Bilder. Ihr vertrautes Gesicht ist ein möglicher Zugang, darf aber die Unterschiede zwischen einer kleinen bemalten Tafel, einem ambitionierten Doppelporträt, einem Aquarell und einer unvollendeten Komposition nicht verdecken. Der Blick auf diese unterschiedlichen Formen zeigt eine Künstlerin, die immer wieder neue Wege fand, persönliche Erfahrungen und die Welt um sie herum zu ordnen. [1] [2] [3]
Diese Übersicht vereint alle 117 Artikel zu einzelnen Werken in diesem Themenbereich und verlinkt ihre ausführlichen Untersuchungen. Aquarelle und Arbeiten auf Papier bilden eine eigene Gruppe; Einträge mit umstrittener oder nicht vollständig geklärter Zuschreibung sind deutlich getrennt. Das Verzeichnis beschreibt die hier verfügbaren Artikel und ist keine abschließende Zählung aller Bilder, die Kahlo malte. [1] [4]

Auf einen Blick
- Umfang: 117 Artikel zu einzelnen Werken, einschließlich Einträgen mit ausdrücklich eingeschränkter Zuschreibung.
- Motive: Selbstporträts, andere Porträts, Stillleben, Landschaften, erzählerische Szenen und politische Kompositionen.
- Techniken: Ölmalerei und Mischtechniken, mit gesonderter Kennzeichnung von Aquarellen und Arbeiten auf Papier. [2] [3]
- Katalogumfang: Der Verlag TASCHEN nennt 152 Gemälde; dieser Umfang unterscheidet sich vom Verzeichnis dieser Website. [1]
- Quellen: Die Einzelstudien unterscheiden Angaben der Eigentümer, historische Kataloge, Beobachtungen und Interpretationen mit benannten Urhebern. [3] [4]
Inhalt
- Einführung
- Gemälde und andere Werke entdecken
- Wie viele Gemälde schuf Frida Kahlo
- Von frühen Porträts zu späten Kompositionen
- Volksmalerei und sorgfältig gestaltete Bilder
- Ähnliche Titel für unterschiedliche Werke
- Bildträger, Rahmen und mehrteilige Werke
- Sammlungen, private Werke und nicht auffindbare Bilder
- Zuschreibung und warum eine Signatur nicht genügt
- Bücher zum Vertiefen
Gemälde und andere Werke entdecken
Die folgenden Links erschließen die ganze Bandbreite der hier besprochenen Einzelwerke. Kurze, aus dem Englischen übersetzte Titel erleichtern den Zugang zu Artikeln, die dokumentierte spanische Namen, alternative Datierungen, unterschiedliche Geschichten einzelner Bestandteile und weitere Einschränkungen bewahren. Eine vertraute Bezeichnung wie Stillleben oder Selbstporträt mit Affen darf nicht mit einer einzigen Identität verwechselt werden, die jedes ähnlich benannte Werk teilt. [3] [5]
Die letzte Gruppe führt zu Artikeln über veröffentlichte oder umstrittene Zuschreibungen. Diese Einträge machen ihre dokumentarische Geschichte zugänglich, ohne die Urheberschaft als geklärt darzustellen. Die drei Gruppen enthalten keine doppelten Artikellinks; Arbeiten auf Papier bleiben sichtbar, statt aus einer auf Ölmalerei ausgerichteten Übersicht zu verschwinden. [4]
Ölgemälde und Werke in Mischtechnik
- Ein paar kleine Dolchstiche
- Alicia und Eduardo Safa
- Ziegelöfen
- Kaktusfrüchte
- Kokosnüsse
- Kongress der Völker für den Frieden
- Diego und Frida 1929–1944
- Diego und ich
- Blume des Lebens
- Vier Einwohner von Mexiko-Stadt
- Frida und der Kaiserschnitt
- Frieda und Diego Rivera
- Frucht des Lebens
- Früchte der Erde
- Fulang-Chang und ich
- Mädchen mit Totenmaske
- Mädchen mit Halskette
- Henry Ford Hospital
- Landschaft
- Lebendige Natur
- Lupita Morillo Safa
- Magnolien
- Mariana Morillo Safa
- Der Marxismus wird den Kranken Gesundheit geben
- Ich und meine Papageien
- Erinnerung (Das Herz)
- Moses (Kern der Schöpfung)
- Meine Geburt
- Mein Kleid hängt dort
- Meine Großeltern, meine Eltern und ich
- Meine Amme und ich
- Pancho Villa und Adelita
- Pitahayas
- Porträt eines Mädchens
- Porträt von Agustín M. Olmedo
- Porträt von Alejandro Gómez Arias
- Porträt von Arija Muray
- Porträt von Cristina, meiner Schwester
- Porträt von Diego Rivera
- Porträt von Doña Rosita Morillo
- Porträt von Dr. Leo Eloesser
- Porträt von Eva Frederick
- Porträt von Fridas Familie
- Porträt von Isolda Pinedo Kahlo
- Porträt von Luther Burbank
- Porträt von Marta Patricia Procel
- Porträt meines Vaters
- Porträt von Natasha Gelman
- Porträt von Tina Modotti
- Porträt von Virginia
- Wurzeln (Raíces)
- Selbstporträt (Januar 1930)
- Selbstporträt (Die Zeit fliegt)
- Selbstporträt als Tehuana
- Selbstporträt, Dr. Eloesser gewidmet
- Selbstporträt, Jacqueline Lamba gewidmet
- Selbstporträt, Leo Trotzki gewidmet
- Selbstporträt, Sigmund Firestone gewidmet
- Selbstporträt im Samtkleid
- Selbstporträt in Miniatur
- Selbstporträt an der Grenze
- Selbstporträt mit Bonito
- Selbstporträt mit Zopf
- Selbstporträt mit abgeschnittenem Haar
- Selbstporträt mit lockigem Haar
- Selbstporträt mit Dr. Farill
- Selbstporträt mit offenem Haar
- Selbstporträt mit Affen (1938)
- Selbstporträt mit Affen (1940)
- Selbstporträt mit Affen und Papagei
- Selbstporträt mit kleinem Affen
- Selbstporträt mit Stalin
- Selbstporträt mit Dornenhalsband und Kolibri
- Schaufenster in Detroit
- Stalin
- Stillleben (1942)
- Stillleben (Ich gehöre Samuel Fastlicht)
- Stillleben, Samuel Fastlicht gewidmet (1952)
- Stillleben mit Flagge
- Stillleben mit Papagei und Flagge
- Stillleben mit Papagei und Früchten
- Stillleben mit Wassermelonen
- Sonne und Leben
- Die Braut, erschrocken beim Anblick des geöffneten Lebens
- Die gebrochene Säule
- Der Bus
- Das Küken
- Der Traum (Das Bett)
- Der Blumenkorb
- Der Rahmen
- Die Liebesumarmung
- Der Freitod der Dorothy Hale
- Die zwei Fridas
- Der verwundete Hirsch
- Der verwundete Tisch
- An den Tod denken
- Tablett mit Mohnblumen
- Baum der Hoffnung, bleibe stark
- Zwei Akte im Wald
- Viva la Vida
- Viva la Vida und Dr. Juan Farill
- Weinende Kokosnüsse
- Was mir das Wasser gab
- Ohne Hoffnung
- Xochitl (Blume des Lebens)
Aquarelle und Arbeiten auf Papier
- Cantina Tu Suegra
- Échate l’Otra
- El Salón de Belleza
- Landschaft I (1951)
- Landschaft II (1951)
- Kleines Leben (I)
- Kleines Leben (II)
Umstrittene und eingeschränkte Zuschreibungen
- Sparschwein und schwarzes Pferd — Veröffentlichte Zuschreibung; Angaben zu Provenienz und Zuschreibung unvollständig; Aquarell.
- Sitzendes Mädchen mit Ente — Zuschreibung umstritten.
- Selbstporträt, als Werk von 1923 veröffentlicht — Zuschreibung und Datierung umstritten.
- Stillleben mit Früchten — Zuschreibung umstritten.
- Stillleben mit Rosen — Veröffentlichte Zuschreibung; Provenienz und Zuschreibung umstritten.
Videos: Frida Kahlo
Fünf Perspektiven, die Sie hier ergänzend zum Artikel ansehen können.
Frida Kahlos Die zwei Fridas: Great Art Explained
Eine gezielte visuelle Einführung in das Gemälde und seinen Kontext.
Wie viele Gemälde schuf Frida Kahlo
Der Verlag von Luis-Martín Lozanos Frida Kahlo: The Complete Paintings, verfasst mit Andrea Kettenmann und Marina Vázquez Ramos, beschreibt einen Bestand von 152 Gemälden. Der großformatige Band enthält außerdem Fotografien, Briefe und Material aus dem Tagebuch sowie Werke in Privatbesitz und Arbeiten, die zuvor als verschollen galten oder lange nicht ausgestellt waren. Dieser erklärte Katalogumfang ist aussagekräftiger als eine Zahl, die aus zufälligen Treffern einer Bildersuche zusammengestellt wird. [1]
Die 117 Links dieser Übersicht beantworten eine andere Frage: Welche Einzelstudien zu Werken sind auf dieser Website verfügbar? Sie umfassen Aquarelle, unvollendete Bilder, historisch nicht auffindbare Werke und Artikel zu Zuschreibungsdebatten. Das Verzeichnis darf deshalb nicht als Sammlung von 117 zweifelsfrei authentifizierten Ölgemälden dargestellt werden. Auch die Differenz zwischen den beiden Zahlen lässt sich ohne einen Vergleich der tatsächlichen Katalogeinträge und ihrer Aufnahmekriterien nicht als Liste fehlender Werke behandeln. [1] [4]
Auch Gesamtzahlen der Selbstporträts hängen von Definitionen ab. Ein Doppelporträt, eine versteckte Selbstdarstellung, eine Miniatur oder ein unvollendetes Bild können unterschiedlich ein- oder ausgeschlossen werden. Eine Zeichnung wird nicht allein dadurch zum gemalten Selbstporträt, dass sie Kahlo zeigt. Diese Übersicht führt daher zur Untersuchung der Selbstporträts, ohne eine endgültige zahlenmäßige Aufteilung des Œuvres zu versprechen. [1]
Von frühen Porträts zu späten Kompositionen
Mehrere Wege durch das Verzeichnis beginnen in den 1920er-Jahren: mit der lang gestreckten Figur im Selbstporträt im Samtkleid, Porträts von Angehörigen und Freunden sowie Straßenszenen in Aquarell. Diese Werke laden zu Vergleichen von Pose, Raum, Kleidung und öffentlichem Umfeld ein, noch vor den bekannteren Doppelporträts und dicht gefüllten Stillleben. Sie zeigen auch, warum eine Darstellung Kahlos, die mit demselben ikonischen Gesicht beginnt und endet, zu eng gefasst ist. [2]
Frieda und Diego Rivera von 1931 bietet eine andere Form des Selbstbildes: Kahlo steht neben Rivera, nicht allein. Der Eintrag des SFMOMA hält die Schreibweise des Titels, das Jahr und die Technik Öl auf Leinwand fest. Seine interpretierenden Audiobeiträge vermitteln hingegen die Reaktionen mehrerer späterer Künstler auf die ungleichen Größenverhältnisse und die Darstellung des Paares. Dokumentarische Fakten und diese Reaktionen gehören zusammen, ohne mit derselben Art von Aussage verwechselt zu werden. [5]
Die Bilder mit Bezug zu den Vereinigten Staaten eröffnen weitere Vergleiche. Selbstporträt an der Grenze, Mein Kleid hängt dort und das Schaufenster in Detroit führen zu Artikeln über unterschiedliche Anordnungen von Orten, Gegenständen und Identität. Die vertiefenden Studien unterscheiden das Sichtbare von Interpretationen über Nationalität, industrielles Leben und Kahlos Position im Ausland.
Gegen Ende der 1930er-Jahre wurden Porträts, Tiere, erfundene Schauplätze und körperliche Erfahrungen auf deutlich unterschiedliche Weise verbunden. Das intime Ensemble von Fulang-Chang und ich unterscheidet sich von der erweiterten Gegenüberstellung im Gemälde Die zwei Fridas; keines der beiden Werke kann für alle Arbeiten dieser Zeit stehen. Das MoMA datiert die bemalte Tafel des ersten Werkes auf 1937, setzt ihre Zusammenfügung mit dem Spiegel aber nach 1939 an. Dies veranschaulicht, dass die Geschichte eines Werkes über ein einziges Datum hinausreichen kann. [3]
Die 1940er-Jahre und die letzten Lebensjahre bieten Porträts von Förderern, Freunden und Ärzten neben Fruchtkompositionen und ausdrücklich politischen Themen. Das Verzeichnis ermöglicht den Wechsel vom Porträt von Doña Rosita Morillo zu Magnolien oder vom Gemälde Die gebrochene Säule zum Gemälde Der Marxismus wird den Kranken Gesundheit geben. Solche Vergleiche müssen eine sich wandelnde Praxis nicht in eine einheitliche Erzählung von Niedergang oder Triumph verwandeln.
Volksmalerei und sorgfältig gestaltete Bilder
Teresa del Condes spanischsprachige Studie verbindet Kahlos Praxis mit mexikanischer Volksmalerei, kleinen Bildträgern aus Metall und Konventionen des Exvotos. Ihre Argumentation bietet eine historische Alternative dazu, jede flächige oder vereinfachte Form als bloß naiv zu bezeichnen. Maßstab, gemalte Worte, Rahmung und eine verdichtete Erzählung können bewusste Mittel der Bildgestaltung sein, statt zu belegen, dass einer Künstlerin die bildnerische Kontrolle fehlte. [2]
Die Beziehung zu Andachtsbildern bedeutet nicht, dass die Gattungen identisch sind. Ein traditionelles Dankbild und eine Komposition Kahlos können vergleichbare Formate nutzen, dabei aber unterschiedliche Erfahrungen, Zielgruppen und Zwecke ansprechen. Die Untersuchung der Volkstraditionen vertieft diese Verbindungen und erläutert auch die Grenzen einer Bezeichnung jeder körperbezogenen Szene als Retablo. [2]
Dies hilft auch, einem universellen Symbollexikon zu widerstehen. Ein Band kann eine Widmung tragen, ein Tier einen bestimmten Platz in einem Porträt einnehmen und eine Anordnung von Früchten Beobachtung mit den vorgeschlagenen Bedeutungen eines Kritikers verbinden. Die Einzelartikel unterscheiden sichtbare Beschreibung, dokumentierte Fakten und Interpretationen mit benannten Urhebern. Der Leitfaden zum Lesen von Kahlos Bildern erklärt, wie diese Formen von Belegen zusammenwirken.
Ähnliche Titel für unterschiedliche Werke
Ein englischer Titel ist oft eine hilfreiche Übersetzung oder beschreibende Bezeichnung, aber nicht unbedingt eine von Kahlo gewählte Formulierung. Das SFMOMA bewahrt Frieda and Diego Rivera; das Centre Pompidou führt The Frame und Le cadre sowie einen gesonderten zugeschriebenen Selbstporträttitel an. Dessen Bibliografie unterscheidet außerdem den englischen Titel im New Yorker Katalog von 1938 von der französischen Form, die 1939 in Paris verwendet wurde. [5] [6]
Besonders deutlich wird das Problem bei den Stillleben. Blume des Lebens und Xochitl sind unterschiedliche Kompositionen, ebenso wie die beiden Studien mit Bezug zu Samuel Fastlicht. Kokosnüsse behält eine übernommene Webadresse, die Melonen erwähnt; diese Adresse ist aber kein maßgeblicher Katalogtitel.
Auch Porträts benötigen eigene Identitäten. Das ovale, Jacqueline Lamba gewidmete Selbstporträt ist vom Selbstporträt in Miniatur zu unterscheiden. Die Affenporträts wiederum unterscheiden sich in Datum, Komposition und Sammlungsgeschichte. Ähnliche Formulierungen sollten den Vergleich erleichtern, statt verschiedene Objekte zu einem vermeintlich einzigen Bild mit widersprüchlichen Daten zusammenzufassen. [3]
Die Seite über Zeichnungen und originale Druckgrafik zeigt eine weitere wichtige Grenze. Eine Zeichnung und ein Ölgemälde können dieselbe Formulierung wie Diego y Yo teilen, ohne zum selben Objekt zu werden. Eine originale Lithografie unterscheidet sich wiederum von einem modernen Poster, das ein Gemälde reproduziert. Der Leitfaden zu Drucken und Reproduktionen behandelt diese kommerziellen und technischen Unterschiede gesondert.
Bildträger, Rahmen und mehrteilige Werke
Der Bildträger unter einer Malerei kann zu ihrem Maßstab, ihrer Textur und ihrer Beziehung zu anderen Formen der Bildherstellung beitragen. Kahlos Werke nutzen Leinwand, Metall und feste Faserplatten; die Papiergruppe umfasst Aquarell und teilweise zusätzliche Zeichentechniken. Diese Begriffe sind nicht beliebig austauschbar: Ein Eigentümereintrag, der Zink, Aluminium oder Masonite nennt, vermittelt mehr Informationen als eine allgemeine Bezeichnung wie Platte. [2] [6]
Der Rahmen ist ein besonders anschauliches Beispiel. Das Centre Pompidou beschreibt ein auf Aluminium gemaltes Porträt und ein handwerklich gefertigtes, hintermaltes Glaselement, das es rahmt. Die kleine Porträttafel und das gerahmte Ensemble haben unterschiedliche Maße. Das gesamte Objekt als einfache Leinwand zu behandeln, würde die Konstruktion ausblenden, der das Werk seinen vertrauten Titel verdankt. [6]
Fulang-Chang und ich wirft eine andere Frage nach den Bestandteilen auf. Das MoMA verzeichnet das Gemälde und den späteren Spiegel getrennt, jeweils mit eigener Rahmung und eigenen Maßen. Es erklärt zugleich, wie das reflektierende Element den Betrachter in die Nähe des Porträts bringt. Ein Datum oder ein Maß, das ohne den zugehörigen Bestandteil übernommen wird, würde nur einen Teil des Ensembles beschreiben. [3]
Die Untersuchung von Technik und Materialien betrachtet diese Entscheidungen zusammen mit Farbauftrag und technischen Befunden. Was eine Reproduktion zeigt, ist nicht dasselbe wie eine Pigmentbestimmung, ein Zustandsbericht oder eine Untersuchung der Rückseite. Eine sichtbare Farbe lässt sich beschreiben, ohne zu behaupten, dass ihre materielle Zusammensetzung wissenschaftlich festgestellt wurde.
Sammlungen, private Werke und nicht auffindbare Bilder
Sammlungsbesitz und öffentliche Ausstellung beantworten unterschiedliche Fragen. Eine Institution kann ein Bild besitzen, ohne es zu zeigen; ein privates Werk kann durch eine vorübergehende Leihgabe öffentlich sichtbar werden. Einträge des SFMOMA, des MoMA und des Centre Pompidou benennen bestimmte Bestände und Geschichten einzelner Bestandteile. Sie garantieren nicht dauerhaft, dass ein Besucher ein bestimmtes Bild an einem frei gewählten Tag sehen wird. [3] [5] [6]
Die Beschreibung von TASCHEN umfasst private sowie früher verschollene oder lange nicht ausgestellte Werke. Dies erklärt mit, warum eine ausschließlich auf Museen beschränkte Auswahl nicht den vollständigen Katalog darstellen kann. Umgekehrt benennt eine historische Angabe zu einer Privatsammlung nicht den heutigen Eigentümer. Diese Unterscheidung ist besonders wichtig bei Werken, die durch Publikationen oder alte Fotografien bekannt sind, statt durch einen aktuellen, zugänglichen Objekteintrag. [1] [4]
Auch der Begriff „verschollen“ muss in seinen historischen Zusammenhang eingeordnet werden. Ein Werk kann nicht auffindbar, zerstört, vorübergehend unsichtbar, durch eine Fotografie bekannt oder wiederentdeckt sein, nachdem eine frühere Publikation es als vermisst bezeichnete. Der Artikel zum Werk Der verwundete Tisch untersucht dessen eigene dokumentarische Problematik. Dieser Status darf nicht auf jedes privat gehaltene Werk übertragen werden, das online schwer zu finden ist.
Die Seite über Sammlungen und Provenienz verfolgt diese Unterscheidungen genauer. Der Ausstellungsleitfaden behandelt dokumentierte Präsentationen gesondert, denn eine Ausstellungsgeschichte begründet nicht automatisch eine lückenlose Eigentümerkette. Der für das Werk Der Rahmen verzeichnete Ankauf durch den französischen Staat im Jahr 1939 ist beispielsweise genauer als die lose Behauptung, der Louvre habe das Werk gekauft. [6]
Zuschreibung und warum eine Signatur nicht genügt
Die Gruppe mit eingeschränkten Zuschreibungen enthält Einträge, die gerade deshalb eine Untersuchung verdienen, weil ihre publizierte Geschichte nicht mit geklärter Urheberschaft gleichzusetzen ist. Das mit einem Band versehene Stillleben mit Früchten wurde Kahlo in älteren Veröffentlichungen und einem Ausstellungseintrag zugeschrieben, während ein Katalog von 2016 ausdrücklich Zweifel an seiner Echtheit meldet. Der Artikel bewahrt die ältere Zuschreibung ebenso wie die spätere Warnung, statt eines von beidem in ein uneingeschränktes Urteil zu verwandeln. [4]
Jason Edward Kaufmans Bericht über die gesonderte Noyola-Kontroverse dokumentiert konkurrierende Eigentumsansprüche und deutliche Experteneinwände gegen eine große Gruppe angeblicher Werke und Dokumente Kahlos. Seine Darstellung der Diskussion in Dallas von 2010 erklärt einen wichtigen Unterschied: Materialien, die zur Lebenszeit eines Künstlers passen, beweisen nicht, wer sie verwendet hat oder wann. Der historische Streit ist als Methode des Fragens relevant, nicht als Urteil über jedes Bild in diesem Verzeichnis. [7]
Eine Signatur, ein vertrautes Motiv und wiederholte Veröffentlichung können zu einer Zuschreibungsgeschichte gehören, ohne eine vollständige Provenienz oder technische Untersuchung zu liefern. Die mexikanische Registrierung als Kulturgut ist nochmals eine gesonderte Angelegenheit: Die Hinweise des INBAL erklären ausdrücklich, dass die Registrierung weder die Echtheit noch Eigentumsrechte bestimmt. Der Schutzstatus als künstlerisches Denkmal darf nicht in eine Bescheinigung der Urheberschaft verwandelt werden. [8]
Diese Unterscheidungen machen das Betrachten der Bilder nicht sinnlos. Sie ermöglichen es, eine Komposition zu würdigen, ihre Rezeption zu rekonstruieren und ihre Unsicherheit zu verstehen, ohne mehr zu behaupten, als die Belege hergeben. Die verlinkten Artikel zu umstrittenen Werken tragen jeweils ihre eigenen konkreten Fragen, statt eine gemeinsame pauschale Echtheitsbehauptung zu vermitteln.
Bücher zum Vertiefen
Für einen umfangreichen Bestand an Gemälden bietet Lozanos TASCHEN-Band einen anderen Referenzmaßstab als eine einführende Biografie. Der Verlag nennt 624 Seiten und 152 Gemälde, begleitet von dokumentarischem und biografischem Material. Dies sind Angaben zu Ausgabe und Umfang. Das vollständige Buch wurde für diese Übersicht nicht konsultiert; kein ungesehener Katalogeintrag wird daher verwendet, um eine Datierung oder Zuschreibung zu entscheiden. [1]
Andrea Kettenmanns kürzere TASCHEN-Einführung verfolgt einen anderen Zweck: eine zugängliche Auswahl von Werken und eine Darstellung des Künstlerinnenlebens statt eines unabhängig vollständig erfassten Bestands. Auch der Katalog von Helga Prignitz-Poda, Salomón Grimberg und Kettenmann aus dem Jahr 1988 ist wichtig, um Veränderungen in den Katalogentscheidungen zu verstehen. Der vollständige frühere Band wurde hier nicht konsultiert. Seine Methode sollte mit der späteren Studie verglichen und nicht als identisch vorausgesetzt werden. [7] [9]
Vertiefende Lektüre kann sich anschließend an der Frage des Lesers orientieren. Celia Stahrs Frida in America betrifft die Jahre in den Vereinigten Staaten; Kataloge über Kleidung und Erscheinungsbild erschließen dagegen anderes Material als ein Gemäldeverzeichnis. Die Bücherseite unterscheidet diese Zwecke und die verfügbaren Ausgaben, ohne so zu tun, als würden ansprechende Reproduktionen allein die Provenienz eines Objekts belegen.
Häufige Fragen
Sie verzeichnet jeden Einzelwerkartikel in diesem Themenbereich. Ihre 117 Links dürfen nicht mit dem vom Verlag TASCHEN angegebenen Bestand von 152 Gemälden gleichgesetzt werden, weil das Verzeichnis auch Arbeiten auf Papier und Studien zu eingeschränkten Zuschreibungen gesondert erfasst. [1]
Die zwei Fridas, Frieda und Diego Rivera, Selbstporträt mit abgeschnittenem Haar und Viva la Vida bieten unterschiedliche Formate und Motive. Von ihnen führen die thematischen Studien weiter zu Porträts, Stillleben, Materialien, Reisen und der Beziehung zwischen Bildsprache und gelebter Erfahrung.
Eine pauschale Echtheitsbehauptung wird nicht erhoben. Die gesonderte Gruppe mit Einschränkungen kennzeichnet veröffentlichte oder umstrittene Zuschreibungen. Die Einzelstudien erklären die Belege und ihre Grenzen. [4] [7]
Ein originales Gemälde, eine originale Lithografie und eine moderne gedruckte Reproduktion sind unterschiedliche Arten von Objekten. Der Artikel über Zeichnungen und Druckgrafik sowie der Leitfaden zu kommerziellen Reproduktionen erklären diese Unterschiede, ohne Reproduktionen in zusätzliche Originalgemälde zu verwandeln.
Diskussion
Nutzen Sie die zitierten Belege und Ihre eigene genaue Betrachtung, um Ihre Sicht zu erläutern. Die folgenden Anregungen sind Ausgangspunkte, keine feststehenden Interpretationen.
Gedanken der Leser
Welches weniger bekannte Werk verändert Ihr Verständnis Kahlos über die Selbstporträts hinaus?
Welche Unterschiede werden sichtbar, wenn Sie die Gemälde mit den gesonderten Aquarellen vergleichen?
Wie verändert ein Vorbehalt zur Zuschreibung die Fragen, die Sie an ein Objekt stellen?
An der Diskussion teilnehmen
Welche Lesart passt am besten zu den Belegen, und wo bleibt Unsicherheit?
Quellen
- TASCHEN, Frida Kahlo: The Complete Paintings, Luis-Martín Lozano mit Andrea Kettenmann und Marina Vázquez Ramos, englische XXL-Ausgabe ISBN 9783836574204, vom Verlag angegebener Umfang von 624 Seiten und 152 Gemälden, am 6. Oktober 2026 direkt geprüft. Vollständiges Buch nicht konsultiert. Quellentext ansehen.
- Teresa del Conde, „Lo popular en la pintura de Frida Kahlo“, Anales del Instituto de Investigaciones Estéticas 13.45 (1976), S. 195–203; auf Spanisch. Vollständiger Artikel zu volkstümlichen und Exvoto-Formaten sowie Bildträgern konsultiert, nicht als maßgebliche Quelle für seine fehlerhaften biografischen Angaben. Quellentext ansehen.
- Museum of Modern Art, Fulang-Chang and I, 277.1987.a–b: Gemälde von 1937, Zusammenfügung nach 1939, Materialien und Maße der Bestandteile sowie Interpretation. Quellentext ansehen.
- Ivanna Margarucci, Frida Kahlo: Una vida a través del arte, Museo Roca, Historia Visual Argentina 45 (2016), Seite 78 des Dokuments, Eintrag 112, Warnung zur Zuschreibung und Anerkennung älterer Zuschreibungen in Ausstellungen und Bibliografie; auf Spanisch. Weitere Einschränkungen im Verzeichnis folgen den Quellen der jeweiligen verlinkten Einzelstudien und nicht einem allgemeinen Urteil aus diesem Eintrag. Quellentext ansehen.
- SFMOMA, Frieda and Diego Rivera, 36.6061: Eigentümertitel, Datierung 1931, Öl auf Leinwand, Sammlungsangabe und interpretierende Audioreaktionen mit benannten Urhebern. Quellentext ansehen.
- Centre Pompidou, The Frame / Le cadre, JP 929 P (1): 1938 in eckigen Klammern, Aluminiumtafel, hintermaltes Glaselement als Rahmung, getrennte Maße, Ankauf durch den französischen Staat 1939 und Verweise auf Katalogtitel zu Lebzeiten der Künstlerin; auf Französisch. Veränderliche Angaben zu Leihgaben und Ausstellung werden nicht als dauerhaftes Versprechen einer Besichtigungsmöglichkeit übernommen. Quellentext ansehen.
- Jason Edward Kaufman, „Finding Frida Kahlo“, IFAR Journal 11.3–4 (2010), S. 18–25, vollständiger Artikel: Noyola-Kontroverse, Positionen von Experten und Eigentümern, Unterscheidung zwischen Materialien und Echtheit sowie Verweis auf den Katalog von 1988. Kein aktuelles Urteil über jedes zugeschriebene Werk. Quellentext ansehen.
- INBAL, Registro Público de Monumentos y Zonas Artísticos, institutioneller Registrierungsleitfaden, einseitiges PDF, „Información adicional relevante“: Die Registrierung bestimmt weder Echtheit noch Eigentum; auf Spanisch, am 6. Oktober 2026 direkt erneut geprüft. Quellentext ansehen.
- TASCHEN, Andrea Kettenmann, Frida Kahlo, Basic Art Series, englische Ausgabe ISBN 9783836500852, 96-seitige Einführung mit Werkauswahl; deutscher Verlagseintrag. Vollständige Ausgabe nicht konsultiert. Quellentext ansehen.
Bildnachweise
- Toni Frissell, 1937. Library of Congress, Prints & Photographs Division, Toni Frissell Photograph Collection, LC-F9-01-3707-25, Nr. 3; digitale Kennung ds.05049. Quelleneintrag.



