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Tom Gurney BSc (Hons) beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit Kunstgeschichte

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Foto des Pariser Théâtre du Châtelet von 1917; Kontext der Ballets Russes, nicht Olgas Porträt.
Théâtre du Châtelet in Paris, fotografiert 1917. Hier wurde im Mai Picassos Ballettmitarbeit Parade uraufgeführt. Das Foto liefert Kontext für Olgas Laufbahn bei den Ballets Russes, zeigt aber weder Olga noch das Porträt von 1918. Bildnachweis.

Einführung

Olga Khokhlova sitzt aufrecht in einem gemusterten Sessel, ein geöffneter Fächer liegt auf ihrem Schoß. Ihr dunkles Blumenkleid und das sorgfältig gescheitelte Haar besitzen die Genauigkeit eines förmlichen Porträts. Um sie herum lässt Picasso jedoch überraschend vieles ungeklärt. Der Sessel scheint seine untere Konstruktion zu verlieren, und die helle Leinwand hinter Olga wird kaum zu einem Zimmer ausgestaltet. Sie ist ein erkennbarer Mensch in einem Bild, das seine eigene Entstehung offen zeigt.

Es handelt sich um Portrait d’Olga dans un fauteuil, meist als Bildnis Olga im Sessel übersetzt, gemalt im Frühjahr 1918 in Montrouge. Das Ölbild auf Leinwand misst 130 × 88,8 Zentimeter und gehört dem Musée national Picasso-Paris[1], wo es unter MP55 geführt wird. Das Datum ist wichtig: Die Begegnung Picassos und Olgas von 1917 gehört zur Vorgeschichte, doch das Museum datiert das Gemälde selbst auf 1918. Es ist auch nicht mit jedem späteren Werk namens Olga im Sessel gleichzusetzen. Dieses bestimmte Porträt verbindet die Begegnung zweier Lebenswege, eine fotografische Vorlage und Picassos bewussten Wechsel zwischen Ausarbeitung und sichtbarer Offenheit. [1]

Auf einen Blick

  • Porträtierte: Olga Khokhlova
  • Französischer Titel: Portrait d’Olga dans un fauteuil
  • Zu beachten: Ein förmliches Sitzporträt mit sichtbar offen gelassenem Umfeld

Bildnis Olga im Sessel in Picassos Laufbahn

Ausgewählte Werke
18901910193019501960

Las-Meninas-Serie

1957

Die Datierung des hervorgehobenen Werks berücksichtigt die Erläuterungen in den Quellen auf dieser Seite. Die anderen Werke sind ausgewählte Vergleichspunkte, nicht Anfang oder Ende eines Stils.

Inhalt

  1. Wer war Olga Khokhlova?
  2. Das Porträt betrachten
  3. Eine Fotografie und Picassos Veränderungen
  4. Klassizismus ohne einfache Rückkehr
  5. Eine Tänzerin in Ruhe
  6. Wo ist das Bild, und welches Olga-Porträt ist es?

Wer war Olga Khokhlova?

Olga Khokhlova wurde 1891 in Nischyn geboren, damals im Russischen Reich und heute in der Ukraine. Sie war Tänzerin bei Sergei Diaghilews Ballets Russes, einer internationalen Truppe, deren Produktionen Künstler, Komponisten und Darsteller eng zusammenführten. Picasso begegnete ihr 1917 in Rom, als er an Entwürfen für das Ballett Parade arbeitete. Das Musée national Picasso-Paris verzeichnet[6] die Premiere von Parade am 18. Mai 1917 im Pariser Théâtre du Châtelet. Dieses Theater gehört zum gemeinsamen Ballettkontext, nicht zum Schauplatz des Porträts von 1918. Olga trat nicht als leere Figur in Picassos Leben, die nur darauf wartete, gemalt zu werden. Sie war bereits ausgebildet worden, gereist und in einem anspruchsvollen Beruf mit eigenen Netzwerken und eigener Geschichte aufgetreten. [6]

Das Paar verbrachte 1917 Zeit in Barcelona; der Bericht des Museu Picasso Barcelona über dieses Jahr[4] ordnet den Aufenthalt Picassos Arbeit und Familienkontakten dort zu. Sie heirateten am 12. Juli 1918 in Paris, einige Monate nach der Datierung dieses Bildes. Ihr Sohn Paulo wurde im Februar 1921 geboren. Diese Daten verorten die Beziehung um das Gemälde herum, ohne es zum Hochzeitsbild oder zum Beweis dafür zu machen, was die beiden bei einer Sitzung empfanden. Spätere Fotos und Briefe erschweren jede Geschichte von ungetrübtem häuslichem Glück. [4]

Die Forschungen des Musée national Picasso-Paris zu Olga Picasso[3] rekonstruieren ihre Laufbahn und Familiengeschichte aus einem umfangreichen Archiv. Olgas Angehörige durchlebten Revolution und Nachwirkungen in der Ferne; der Briefwechsel bewahrt Sorgen und Verpflichtungen, die eine kunsthistorische Kurzformel wie „Picassos Frau“ nicht fassen kann. Ein großer Teil der erhaltenen Familienbriefe stammt aus den Jahren 1919 bis 1933, also nach diesem Bild vom Frühjahr 1918. Er erzählt mehr über Olgas spätere Lebensumstände und ihre Familienbeziehungen, erlaubt aber keine Diagnose der Gefühle auf ihrem gemalten Gesicht von 1918. Das Porträt genau anzusehen und ihr dokumentiertes Leben ernst zu nehmen sind ergänzende Aufgaben, dürfen aber nicht verwechselt werden. [3]

Das Porträt betrachten

Olga sitzt dem Betrachter zugewandt, den Körper leicht gedreht. Ihr Kopf ist klein im Verhältnis zur breiten Ausdehnung von Sessel und Kleid; die dunkle Haarmasse rahmt ein Gesicht von ungewöhnlich zurückhaltender Zeichnung. Mittelscheitel, lange Nase und helle Akzente um Augen und Wangen verleihen ihrer Gegenwart Besonderheit ohne übermäßigen Ausdruck. Man kann sie als gefasst oder reserviert lesen. Keine Beschreibung beweist ein privates Gefühl: Die Stille kann ebenso sehr zu Porträtkonventionen und zur fotografischen Vorlage gehören wie zur Porträtierten.

Der Sessel ist fast ein zweites Motiv. Seine Rückenlehne steigt um Olga auf und ist dicht mit Blumenornamenten besetzt. Im Bezug unterscheidet Picasso gehäufte Motive, helle Lichter und dunklere Partien. Die Falten ihres schwarzen Kleides tragen ein eigenes Blumenmuster; es dauert etwas, Stoff und Sessel auseinanderzuhalten. Der geöffnete Fächer markiert Hände und Schoß mit einer helleren, strahlenförmigen Gestalt. Diese Einzelheiten ziehen den Blick zur verdichteten Bildmitte, setzen sich aber nicht gleichmäßig über die Fläche fort.

Der Maßstab verstärkt diese Wirkung. Mit 130 Zentimetern Höhe ist es kein beiläufiges kleines Bildnis, das man in der Hand hält. Das schmale Hochformat gibt der sitzenden Figur eine Präsenz nahe der eines stehenden Menschen, obwohl ihr Körper im Sessel bleibt. Der Blick kann vom dunklen Scheitel durch die kantigen Falten des Fächers nach unten und dann auf die vergleichsweise offene untere Leinwand wandern. So wechselt das Porträt beim Betrachten sein Tempo: Auf Passagen voller beschreibender Zeichen folgen Zonen, in denen wenige Striche beinahe die ganze räumliche Arbeit leisten. Diese formale Erfahrung ist im Gemälde selbst möglich, unabhängig von Behauptungen über Olgas Charakter.

Unter und um Olga wird das Bild dünner. Sitzfläche und Beine des Sessels erscheinen nicht vollständig. Ihre Unterschenkel erhalten keine herkömmlich ausgearbeitete Umgebung. Der helle, sichtbare Grund trägt breite oder lockere Markierungen statt eines ausgeführten Innenraums; ein schwacher Schatten deutet an, wo Körper und Sessel dem Raum begegnen könnten. Häufig stabilisiert der Hintergrund eines Porträts die Figur, zeigt, wo sie sitzt und wie das Zimmer sie umgibt. Hier lässt die fehlende Ausarbeitung uns die Entscheidungen bemerken, durch die Picasso Olga sichtbar macht. Die genauesten und die scheinbar unfertigen Partien gehören zu demselben Gemälde.

Dieser Kontrast bedeutet nicht, dass Picasso die Zeit ausging oder das Porträt eine aufgegebene Studie ist. Der Objekteintrag des Museums[1] führt es als Ölgemälde in der Sammlung und erläutert, wie das fotografische Umfeld reduziert wurde. Wir können das Sichtbare beschreiben, müssen aber keinen unbelegten Grund erfinden, warum Picasso genau bei diesem Grad der Ausarbeitung aufhörte. Sinnvoller ist die Frage, was die unvollständige Umgebung bewirkt: Sie lenkt die Aufmerksamkeit auf die Figur und zeigt, dass Ähnlichkeit nicht von der Illusion eines vollständig eingerichteten Zimmers abhängen muss. [1]

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Eine Fotografie und Picassos Veränderungen

Das Porträt ist ungewöhnlich gut durch eine fotografische Vorlage verankert. Das Pariser Museum bewahrt ein Archivbild von Olga mit Fächer in einem Sessel[2] auf, das dem Fotografen Émile Delétang zugeschrieben wird. Auch die Fotografieforschung des Museu Picasso Barcelona[4] bezeichnet Delétangs Aufnahme von 1918 als Grundlage des Gemäldes. Die Existenz des Fotos macht die Leinwand nicht zu einer bloßen Übertragung; sie lässt genauer erkennen, welche Teile der visuellen Aufzeichnung Picasso übernahm, betonte oder verwarf. [2] [4]

Er behielt die einprägsame Pose, den Fächer, das Blumenkleid und einen Großteil des dekorativen Sessels bei. Dem Studiohintergrund des Fotos räumte er jedoch nicht dieselbe Geltung ein. Im Gemälde treten Sitzfläche und Beine des Sessels, Olgas Unterschenkel und der vollständige Hintergrund zurück oder verschwinden. Fächer und Brokat besitzen gegenüber der offenen Leinwand eine verdichtete Fülle. Eine Kamera hält Licht und Gegenstände fest, die ihr in einem Augenblick zur Verfügung stehen. Picassos Bild ist eine nach diesem Augenblick getroffene Anordnung: Auswahl und Verwandlung von Information, keine Forderung, jeden Teil der Fotografie zu übertragen.

Das erinnert auch daran, dass Modell, Fotograf und Maler verschiedene Rollen hatten. Olga brachte Pose und körperliche Gegenwart ein; Delétang machte nach der archivalischen Zuschreibung das erhaltene Foto; Picasso arbeitete dessen Bild in Farbe um. Manche Kurzberichte behaupten, Picasso habe die Vorlage selbst fotografiert. Der Archivkatalog des Museums und die Ausstellungsforschung aus Barcelona nennen genauer Delétang; die überlieferte Aktenlage stützt daher keine sichere Zuschreibung des Auslösens an Picasso. Es reicht, die Rolle der Fotografie im Prozess anzuerkennen, ohne eine umstrittene Urheberschaft zur Tatsache zu machen.

Klassizismus ohne einfache Rückkehr

Die frontale Haltung, der sorgfältig modellierte Kopf und die aufwendige Einrichtung unterscheiden sich von den fragmentierten Figuren, mit denen Picasso im Kubismus berühmt geworden war. Sie erinnern an eine längere europäische Tradition des förmlichen Porträts. Kuratoren haben den zeichnerischen Abschluss und die sitzende Pose mit Jean-Auguste-Dominique Ingres verglichen, einem der bedeutenden Porträtmaler des 19. Jahrhunderts. Dieser Vergleich kann zeigen, wie bewusst das Bild mit Linie, Figur und dekorativer Umgebung arbeitet. Er vergleicht künstlerische Sprachen, belegt aber nicht, dass Picasso ein bestimmtes Ingres-Bild kopierte oder eine genaue Hommage beabsichtigte.

Ebenso irreführend wäre es, diese Leinwand zum Augenblick zu machen, in dem Picasso den Kubismus „aufgab“. Seine Arbeit um 1917–18 wechselte zwischen klassizisierender und experimenteller Bildsprache. Die Studie des Museums in Barcelona zu 1917[4] stellt diese Bestrebungen nebeneinander. Das maßvoll ausgearbeitete Gesicht in Bildnis Olga im Sessel und die aktive Unvollständigkeit seiner Umgebung lassen sich zusammen lesen: Festigkeit in einem Bereich bedeutet nicht, dass das ganze Werk zur traditionellen Illusion zurückkehrt. Picasso konnte die Ausdrucksmöglichkeiten verschiedener Bildsysteme prüfen, ohne sie in eine einzige unumkehrbare Folge zu bringen. [4]

Als das Gemälde entstand, dauerte der Erste Weltkrieg noch an. Künstler der Nachkriegszeit wurden später mit dem Begriff einer „Rückkehr zur Ordnung“ besprochen. Er kann historischen Kontext für das erneute Interesse an lesbaren Figuren und älteren Formen bieten. Als Abkürzung für alles an diesem bestimmten Modell, Foto oder Bild taugt er nicht. Ebenso wenig sollte Olga zur Ursache eines ganzen Stilwandels erklärt werden, weil sie in einem klassizisierenden Porträt erscheint. Das Gemälde gehört zu einer breiteren künstlerischen Situation und bleibt zugleich eine eigene Folge von Entscheidungen über einen Menschen.

Der Kalender liefert eine weitere wichtige Unterscheidung. Picassos Mitarbeit an Parade und seine erste Begegnung mit Olga fanden 1917 statt, dem Jahr, dem dieses Bild bisweilen beiläufig zugeordnet wird. Ihre Monate in Barcelona gehören zu derselben früheren Phase. Das Frühjahr 1918 in Montrouge war ein anderer Ort und ein anderer Stand ihrer Beziehung. Das Museumsdatum ist keine nebensächliche Katalogvorliebe, die sich zu „um 1917“ verwischen ließe: Es verhindert, das Bild als visuelles Tagebuch ihrer ersten Begegnung zu behandeln. Ohne dokumentierten Bericht über eine Sitzung bietet auch die Fotografie eine visuelle Grundlage, kein Protokoll der Umstände jedes Pinselstrichs.

Eine Tänzerin in Ruhe

Olgas Berufsleben als Tänzerin ist teilweise gerade deshalb wichtig, weil es im Porträt nicht unmittelbar zu sehen ist. Sie sitzt still und förmlich gekleidet, fern von den Bewegungen eines Auftritts. Es wäre leicht, einen zu einfachen Gegensatz aufzubauen – Olga als Tänzerin gegen Olga als Ehefrau –, als könnte ein Porträt nur eine Identität zeigen. Das Archiv zu ihr enthält neben Kunstwerken auch Kostüme, Fotografien und Familienbriefe. Diese Spuren deuten auf ein Leben hin, das größer war als jede einzelne Rolle, die Picasso oder spätere Kommentatoren ihr zuwiesen.

Die förmliche Pose widersetzt sich auch einer Behandlung als bloßes Sinnbild von Picassos vermeintlichem Glück oder als passive „Muse“. Soweit ein gemaltes Porträt es zulässt, behauptet sie sich im Bild: Blick, Kleid, Fächer und ruhige Haltung fordern Aufmerksamkeit. Zugleich kontrollierte Picasso die bemalte Fläche, und die Fotografie vermittelte einen Teil ihres Erscheinens. Die Machtverhältnisse beim Porträtieren sind real; die Belege rechtfertigen aber nicht, eine verkürzende Geschichte durch eine andere zu ersetzen – etwa das Bild verrate ihre genauen Gedanken oder sage den späteren Verlauf der Ehe voraus.

Die Ehe veränderte sich tatsächlich. Olga und Picasso trennten sich 1935, blieben aber bis zu ihrem Tod 1955 rechtlich verheiratet. Diese späteren Tatsachen gehören zur Biografie, nicht als geheime Zeichen in Fächer, Muster oder Schatten vom Frühjahr 1918. Ihr Sohn Paulo und die weitere Familiengeschichte verdienen eine Betrachtung nach ihren eigenen Daten. Die Nähe des Bildes zur Hochzeit mag Neugier auf den Beginn der Beziehung wecken; sie macht den gemalten Ausdruck nicht zur Vorhersage ihres Endes.

Wo ist das Bild, und welches Olga-Porträt ist es?

Die Leinwand blieb mit Picassos Atelier verbunden und gelangte durch die vom Musée national Picasso-Paris[1] verzeichnete „dation“ von 1979 in die französische Nationalsammlung. Dabei wird Kunst zur Begleichung von Erbschaftsteuer an den Staat übertragen. Das Pariser Museum besitzt das Bild heute als MP55. Die Teilnahme an früheren Ausstellungen oder eine gegenwärtige Hängung darf weder mit anderem Eigentum noch mit der Zusage verwechselt werden, dass es immer zu sehen sein wird. [1]

Picasso schuf weitere Bilder von Olga in Sesseln und anderen Umgebungen. Das Pariser Museum verzeichnet eine spätere Tuschezeichnung, Olga dans un fauteuil (MP854)[7], vom Ende des Jahres 1919. Das Retrato de Olga des Museo Picasso Málaga[5] stammt vom 10. November 1923. Ein Mantilla-Porträt von 1917 gehört in den früheren Barcelona-Kontext. Ähnliche englische Titel, dasselbe Modell und wiederkehrende Sitzposen erleichtern eine Vermischung in Suchergebnissen. Dies sind keine alternativen Daten oder Fassungen von MP55. Für das hier besprochene Bild ist die sicherste Kombination von Merkmalen der reich verzierte Blumensessel, der geöffnete Fächer, die sichtbare Leinwand, Montrouge, das Frühjahr 1918 und die Pariser Inventarnummer MP55. [7] [5]

Die Forschung des Museums in Málaga vermerkt außerdem, dass das Porträt von 1918 zusammen mit anderen Familienbildern in Picassos Retrospektive von 1932 gezeigt wurde. Die Leinwand hatte damit über ihre Entstehung und jede private Fotografie hinaus ein öffentliches Leben gewonnen. Heute verlangt sie zweierlei Aufmerksamkeit: für Olga, deren dokumentiertes Leben über ihre Rolle in Picassos Biografie hinausreicht, und für eine malerische Konstruktion, in der ein genaues Gesicht und gemusterter Stoff aus einem absichtlich offen gelassenen Raum hervortreten. Das Porträt wirkt am stärksten, wenn keine dieser Perspektiven die andere verdrängt.

Diskussion

Nutzen Sie die Belege und Ihre eigene genaue Betrachtung, um Ihre Sicht zu erläutern. Dies sind redaktionelle Anregungen, keine Leserkommentare.

Anregungen zum Nachdenken

Genaues Hinsehen

Welche Partien von Olgas Kleid und Fächer wirken sorgfältig ausgearbeitet?

Kontext

Wie wirkt die offen gelassene Leinwand auf die sitzende Pose?

Offene Frage

Worin unterscheidet sich das Werk von einer fotografischen Aufzeichnung Olgas?

Beteiligen Sie sich am Gespräch

Welche Deutung passt am besten zu den Belegen?

Quellen

  1. Musée national Picasso-Paris, Objekteintrag MP55 und Katalogtext.

  2. Musée national Picasso-Paris, Archivfoto Olgas mit Fächer, APPH2771.

  3. Musée national Picasso-Paris, Ausstellung und Forschung Olga Picasso und englisches Dossier (PDF-Link ausgelassen).

  4. Museu Picasso Barcelona, Picasso hinter und vor der Kamera und Forschung zu Barcelona 1917.

  5. Museo Picasso Málaga, Ausstellung Olga Picasso und eigenständiges Retrato de Olga von 1923.

  6. Musée national Picasso-Paris, Dokumentation. Quelle ansehen.

  7. Olga dans un fauteuil (MP854). Quelle ansehen.

Bildnachweis

  1. Lansiaux, Charles Joseph Antoine (Aniche, 09.03.1855 – Paris, nach dem 06.04.1939), Fotograf. CC0. Quelle: Wikimedia Commons. Proportional auf 1.024 px Breite verkleinert, nicht beschnitten. Quelldatensatz. Lizenz.